Mitarbeiter der Diakonie lassen sich zu Trauma-Fachberatern ausbilden
Fachgerechte Hilfe bei Ängsten

13 Teilnehmer erhielten das Zertifikat Trauma-Fachberater aus den Händen der Leiter des Trauma-Instituts Süddeutschland, Marlene Biberacher (in der Mitte mit Blumen) und Volker Dittmar. Bild: hfz/Diakonie
Lokales
Schwandorf
12.06.2015
4
0
Petra S. (Name geändert) hat ihre Angst das erste Mal besiegt. Jetzt ist sie überglücklich. Sie bekam keine Panikattacke mehr, als sie mit dem Bus fahren musste. Sie ließ sich von ihrer Freundin begleiten, außerdem half ihr die Therapie-Knete in der Jackentasche, an der sie ihre Aufregung abarbeiten konnte. Das nächste Mal will sie es ohne Freundin versuchen.

Unterstützt wird Petra S. von Josef Lanzinger. Der Berater des Schwandorfer Diakonie Zentrums kennt ihre Lebensgeschichte. Er weiß, dass sie in der Kindheit viel geschlagen und in den Keller gesperrt wurde. Solche traumatischen Erlebnisse, so weiß der Sozialpädagoge, hinterlassen bei Menschen unterschiedliche Spuren: Manche entwickeln Ängste, andere Depressionen, wieder andere werden aggressiv. Wie traumatisierten Menschen am besten geholfen werden kann, hat der Sozialpädagoge in seiner vierjährigen Fortbildung zum Trauma-Fachberater des Trauma-Instituts Süddeutschland gelernt. Die hat er jetzt mit zwölf weiteren Fortbildungsteilnehmern im Schwandorfer Diakonie Zentrum abgeschlossen. Das teilte die Diakonie mit. In ihrer Fortbildung lernten die jetzt zertifizierten Fachberater, wie ein Trauma entsteht, welche Auswirkungen es auf Menschen gibt und mit welchen Methoden traumatisierten Menschen am besten geholfen werden kann. Dieses Wissen können die 13 Teilnehmer jetzt an ihrem jeweiligen Arbeitsplatz einsetzen: Bei der Hilfe von Flüchtlingen, in der Bewährungshilfe und bei der Unterstützung psychisch kranker Menschen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Juni 2015 (7771)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.