Mobilfunk: Wissenschaftler legt Analyse vor
Schule kaum belastet

Lokales
Schwandorf
06.11.2014
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Die umstrittene Mobilfunkantenne an der Osserstraße steht zwar direkt neben dem Gymnasium - die höchste Strahlungsintensität wird sich am Kreuzbergring ergeben. Und selbst dort wird sie um den Faktor 10 unter dem Grenzwert liegen. Das ist das Ergebnis einer Analyse des Ingenieurs Hans Ulrich-Raithel vom Umweltinstitut München e.V. Die Belastung, die von dem Masten ausgehe, liege im "mittleren Bereich", sagte er am Donnerstagabend vor dem Planungsausschuss.

Die Ausführungen des Referenten für elektromagnetische Felder sind für einen Laien durchaus überraschend: Denn an der Schule liegt die höchste Belastung nicht im direkt gegenüberliegenden Bau, sondern im abgewandten Trakt. Sie beläuft sich auf unter 2 Volt pro Meter. Der Wert entspricht etwa der Strahlung, den ein (altes) Schnurlostelefon in einer Wohnung erzeugt. Der Grenzwert in Deutschland liegt bei 41 Volt pro Meter. Die Chancen, den Masten abbauen zu lassen, sind aus rechtlicher Sicht gleich Null.

Für die Zukunft will der Ausschuss vorsorgen. Ein Standortangebotsplan wird erstellt. Dazu wird die Stadt dem Institut ihre und weitere öffentliche Liegenschaften dem Institut melden. Dieses wird geeignete Standorte ermitteln. Diese können dann den Mobilfunkbetreibern angeboten werden, wenn sie einen Mast aufstellen wollen. Dieses "dialogische Verfahren" sorge in etwa 75 Prozent der Fälle dafür, dass Standorte gefunden werden, die die Belastung minimieren, sagte Ulrich-Raithel.

Die Sprecher von CSU, SPD, UW und Grünen befürworteten das Vorgehen. Dieter Jäger (FW) stimmte dagegen. Er hielt aus finanziellen Gründen eine Einzelfallprüfung für sinnvoller.
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