Moderne Schule auch im Altbau

In den Bauabschnitten drei bis fünf kommen die Sanierungen des Haupthauses der Berufsschule und des Verbindungstraktes (links) zum Werkstattgebäude an die Reihe. Zuvor entsteht rechts davon (nicht im Bild) noch der zweite Neubauteil für die Berufliche Oberschule. Bild: Amann
Lokales
Schwandorf
13.07.2015
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Die Sanierung des Hauptgebäudes der Staatlichen Berufsschule unterteilen die Architekten in drei Abschnitte. Sie kosten zusammen etwa 13,3 Millionen Euro. Was damit zwischen 2017 und 2020 auf der Großbaustelle an der Schwandorfer Glätzlstraße gemacht werden soll, bekam der Bauausschuss des Landkreises präsentiert.

Der Umbau des Beruflichen Schulzentrums stellt das größte Hochbauprojekt in der Geschichte des Landkreises dar. Seit 2012 wird gebaut. Der erste Neubautrakt für die Berufliche Oberschule ist fertig, am zweiten laufen die Arbeiten und sollen bis Ende 2016 abgeschlossen sein. Dann kommen die Bauabschnitte drei bis fünf an die Reihe. Sie beinhalten ausschließlich die Sanierung des Haupthauses der Berufsschule und des Verbindungsbaus zum Werkstättenwürfel.

Der federführende Architekt Marcus Vollmann aus dem Münchener Büro Krug-Grossmann war am Montagnachmittag ins Landratsamt gekommen, um den Mitgliedern des Bauausschusses den aktuellen Planungsstand zu schildern. Er schickte voraus: An dem 40 Jahre alten Komplex besteht dringender Handlungsbedarf. Mängel an Hülle, Konstruktion, Akustik und Technik müssen unbedingt abgestellt werden. Das Gebäude braucht eine Rundum-Erneuerung: Fenster, Dach, Fassade, Bodenbeläge, Wandoberflächen und Installationen. Aus Kostengründen sollen Treppen, Brandschutztüren, Natursteinverkleidungen, Trennwände und Bodenaufbauten erhalten bleiben. Das vierte Obergeschoss muss in Gänze weichen.

Noch über sechs Jahre

Ziel der Sanierung ist es auch, Funktionszusammenhänge zu optimieren. Kürzere Wege zwischen Klassen- und Fachräumen, die Zusammenführung der Fachbereiche sowie eine zentrale Verwaltung für beide Schularten sollen Abläufe und Orientierung erleichtern. Darauf wies der Architekt im Beisein des Rektors Ralf Bormann hin.

Laut Vollmann beginnt die Sanierung mit dem teilweise zu erneuernden Verbindungsbau zum Werkstättentrakt. Dann folgen in zwei weiteren Abschnitten die Maßnahmen im südlichen und im nördlichen Teil des Altbaus. Damit ist der Umbau des Beruflichen Schulzentrums aber noch nicht vollendet. 2021 schließen sich zu guter Letzt die Abschnitte sechs und sieben an, die sich auf den Werkstättenteil konzentrieren. Für die gesamte Schulanlage möchte der Architekt ein einheitliches, freundliches Erscheinungsbild erzeugen. Als wichtigen Beitrag dazu sieht er es an, auf die Farbgebung zu achten. Alle Bestandteile der Berufsschule sollen in Weiß und Blautönen gehalten werden, der Oberschule bleibt die abgestufte Palette von weiß bis grün vorbehalten. Verbindende Elemente bekommen einen sand- oder bronzefarbenen Anstrich.

Kostenmäßig zeigte sich Vollmann zuversichtlich, das 2012 festgelegte Budget von 33,4 Millionen Euro einhalten zu können. 13,7 Millionen fließen in den Neubau (Abschnitte eins und zwei), 13,3 Millionen in die Sanierung (drei bis fünf) und weitere 6,1 Millionen in die Sanierung (sechs und sieben). 300 000 Euro kommen für den Pausenhof dazu. Erhöhungen lägen in erster Linie in der Steigerung des Baupreis-Indexes begründet.
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