Mozart mit Bravour gemeistert

Der Oratorienchor brachte im Zuge der Konrad-Max-Kunz Tage zwei Werke von Mozart unter dem Titel "Laudate Dominum" zur Aufführung. Bilder: rid (2)
Lokales
Schwandorf
19.05.2015
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"Laudate Dominum - Lobet den Herrn". Unter diesem Titel fasste der Oratorienchor zwei Werke von Wolfgang Amadeus Mozart zusammen, die eher weniger bekannt, dafür umso schwerer zu singen sind. Das Laienensemble meisterte die Aufgabe aber mit Bravour.

Der Lohn: Der Chor bekam nach dem 90-minütigen Konzert viel Lob von den 260 Zuhörern. Sprecherin Daniela Glasow-Kalischek wandte sich an die Schwandorfer mit einer Bitte.

Hochkarätige Solisten

Gesamtleiter Wolfgang Kraus hatte sich für die "Vesperae Solemnes" und die "Missa Solemnis" entschieden und dem Konzert am Sonntag in der Jakobskirche den Namen der bekanntesten Arie aus der "feierlichen Messe", Laudate Dominum, gegeben. Der Dirigent bereitete den 35-köpfigen Laienchor ein halbes Jahr vor, baute das mit Musikern aus der Region besetzte Orchester "Camerata" auf und gewann mit Anne Bredow (Sopran), Eva Maria Summerer (Mezzosopran), Benjamin Popson (Tenor) und Peter Neff (Bariton) vier hochkarätige Gesangssolisten. Die "Missa Solemnis" in C-Dur ist Mozarts letzte Vertonung einer Messe und beweist die künstlerische Vollkommenheit, die der Komponist in seiner zu Ende gehenden Dienstzeit beim Salzburger Fürsterzbischof erlangt hatte.

Das Werk entstand ein Jahr nach der wesentlich bekannteren "Krönungsmesse". Im Vergleich dazu setzt sich die "feierliche Messe KV 337" durch eine strengere kirchenmusikalisch-liturgische Form ab. Kyrie, Gloria und Credo sind straff gehalten. Das Benedictus ist eine strenge Fuge, die einzige in Mozarts Salzburger Messen. Mit dem Agnus Dei, einer Arie für Solo-Sopran, wandelt sich der Stil ins Poetische.

Der Oratorienchor war im Vergleich zu früheren Aufführungen deutlich dezimiert. Sprecherin Daniela Glasow nutzte die Veranstaltung zu einem Aufruf an alle, die gerne singen und den Chor verstärken wollen. Am 11. Juni um 19.30 Uhr ist in der Musikakademie die nächste Probe. "Einfach vorbeikommen", so der Appell an die Schwandorfer. Dritte Bürgermeisterin Martina Englhardt-Kopf bedankte sich im Namen der Stadt beim Dirigenten Wolfgang Kraus sowie den Mitgliedern des Chores und des Orchesters und überreichte den Solisten Geschenke.

Abschluss mit Jazz

Das Konzert war die dritte Veranstaltung im Programm der Konrad-Max-Kunz-Kulturtage. Zu Ende geht die Reihe am 13. Juni um 20 Uhr mit einem Konzert der Big Band "Swing-A-Ling-Ding" im Sperl- Stadl. Das Programm reicht vom Big-Band-Jazz über den Dixie- bis zum zeitgenösischen Sound. Der Eintritt kostet sieben Euro. Karten gibt es im Tourismusbüro (Telefon 0 94 31 / 455 50).
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