Museums-Ausstellung zeigt Puppenküchen und Zubehör aus mehreren Jahrzehnten
Spiegel der Erwachsenenwelt

"Wie bei Mutti". Die Spielzeugsonderausstellung ist bis 28. Februar im Stadtmuseum zu sehen. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
21.11.2015
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Museumsleiterin Eva-Maria Keil hat Möbel, Geschirr, Töpfe, Pfannen und Backformen zusammengetragen, mit denen Kinder einst gespielt haben. "Wie bei Mutti" heißt die Ausstellung, die zweite Bürgermeisterin Ulrike Roidl am Donnerstag eröffnete und die bis 28. Februar im Stadtmuseum zu sehen ist.

Gut erhaltene Puppenküchen aus dem vergangenen Jahrhundert zeigen dem Betrachter nicht nur Spielzeug für Kinder, sondern spiegeln auch die Erwachsenenwelt von damals wider. Die meisten Exponate stammen von zwei Sammlerinnen aus Regensburg, die anonym bleiben möchten. Nur so viel will Keil verraten: Es handelt sich um Mutter und Tochter, die seit vielen Jahren historische Spielsachen sammeln und nun bereit waren, sie zur Verfügung zu stellen.Weil die Regensburger Sammlerstücke für eine komplette Ausstellung nicht reichten, hat die Museumsleiterin weitere Exponate aufgetrieben, die zum Thema passten. Und so deckt die Ausstellung nun eine breite Zeitspanne ab. Vom Spielzeugofen aus dem Jahr 1930 bis zum Puppengeschirr aus den 1990er Jahren. In Rollenspielen ahmen die Kinder gerne ihre Eltern nach. Besonders gut lässt sich die dies im Spiel mit Puppen und Plüschtieren beobachten, aber auch beim Hantieren mit Puppenstuben, Spielküchen oder Kaufläden. Vor allem in wohlhabenderen Familien gab es Puppenhäuser und Spielküchen, die die Kinder an ihre spätere Rolle heranführen sollten. Frauen hatten sich hauptsächlich um den Haushalt und die Kindererziehung zu kümmern.

Porzellanfabriken stellten Tassen, Kaffeekannen und Teller eigens für Kinder her. Die Kundschaft von morgen sollte schon im Kinderzimmer angeworben werden.
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