Museumstag: Nachkriegszeiten und 1950er-Jahre in der Kreisstadt aus Schülerperspektive
Am Nierentisch in neue Zeiten

Verschiedenste Ausstellungsstücke, von Möbeln bis zu Urlaubs-Accessoires, entführen im Stadtmuseum in die Zeit des Wirtschaftswunders. Bild: hfz
Lokales
Schwandorf
15.05.2015
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(ch/nt) Das Stadtmuseum öffnet anlässlich des "Internationalen Museumstages" seine Pforten. Der Eintritt am Sonntag, 17. Mai, ist frei. Die Sonderausstellung "Wiederaufbau und Wirtschaftswunder" und das neue NaturInfoZentrum bieten von 14 bis 17 Uhr Gelegenheit für einen lehrreichen und unterhaltsamen Nachmittag.

Ausgestellt sind an diesem Nachmittag im Stadtmuseum Schwandorf ebenso noch über 600 Sterbebilder von Soldaten aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, ein Teil der Winterausstellung "Kriegs-Sterbe-Bilder", der anlässlich des Kriegsendes, das sich dieser Tage zum 70. Mal jährte, noch bis kommenden Sonntag aufgebaut bleibt und dann wieder im Stadtarchiv deponiert wird. Diese Sterbebilder zahlreicher Schwandorfer Soldaten und ebenso Schwandorfer Opfer der Bombardierung können an diesem Tag letztmals betrachtet werden.

Kostenlose Führung

Als besonderes "Schmankerl" gibt es um 14.30 Uhr eine kostenlose Führung zum Thema "Wiederaufbau und Wirtschaftswunder - Nachkriegszeiten und 1950er-Jahre in Schwandorf aus Schülerperspektive". Gezeigt wird hier die Zeit nach dem Wiederaufbau der Stadt, die am 17. April 1945 durch einen Bombenangriff starke Zerstörungen erlitten hatte. Dieses schreckliche Ereignis jährte sich wie das Kriegsende im Jahr 2015 zum 70. Mal.

Mit Schülern entworfen

Grundlage für die auch zu diesem Anlass konzipierte Sonderschau ist eine Zusammenarbeit des Stadtmuseums mit einem Projekt-Seminar des Schwandorfer Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums im Fach Geschichte. Schüler haben einzelne Aspekte der Nachkriegszeit in Schwandorf unter die Lupe genommen und Textmaterial für die Ausstellung mit entworfen. So wird diese Epoche besonders aus dem Blickwinkel einer jungen Generation dargestellt, die sich auf diese Weise mit der Kinder- und Jugendzeit ihrer Groß- und Urgroßeltern befasst.

Exponate zur Mode oder zu Möbel und Design der 1950er-Jahre sind dabei ebenso interessant wie Informationen zu Jugend- und Freizeitkultur, zum Familienbild oder zur Arbeitswelt - Einzelaspekte, die exemplarisch einen bunten Abriss dieser "Wirtschaftswunderzeit" generell geben und sich im Detail dann direkt auf Schwandorf beziehen können. Besonders für die jüngeren Museumsbesucher und Familien empfiehlt sich am Internationalen Museumstag ein Besuch im NaturInfoZentrum mit seinen zahlreichen Tierpräparaten und Ausstellungsstücken. Von Eulen und Feldermäusen umliegender Wälder bis hin zu Biber, Fischotter und der Unterwasserwelt der heimischen Fische gibt es hier Interessantes zu erkunden und viel Wissenswertes durch Medienstationen zu erfahren.
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