Naab in der Behörden-Mühle

Günter Baumgartner (rechts) machte zum wiederholten Mal auf die Situation der Naab aufmerksam. OB Andreas Feller (links) ist deshalb mit den zuständigen Behörden in Kontakt. Bild: Götz
Lokales
Schwandorf
27.11.2014
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Günter Baumgartner gibt nicht nach. Seit nahezu einem Jahrzehnt kämpft der Wöhrvorstädter für die Naab. Die fließt nämlich nicht so, wie das nach seiner Meinung sein sollte.

Bei der Bürgerversammlung am Mittwoch ergriff Baumgartner wieder das Wort. Er ist überzeugt, dass durch die Turbine am Fronberger Eisenwerk zu viel Wasser abgezweigt wird. Dadurch ist im Hammergraben am unteren Weg viel, an der eigentlichen Naab zu wenig Wasser. Der Turbinenbetreiber sagt das Gegenteil. Baumgartner stößt auf, dass nicht kontrolliert werde, wie viel Wasser durch das Kraftwerk läuft. Weil die Strömung in der Krondorfer Naab zu gering sei, verschlamme das Gewässer zusehends. "Die ganze Naab geht hops", sagte Baumgartner.

OB Andreas Feller kennt wie seine Vorgänger das Thema. Mit Landrat Ebeling und Baumgartner war er auf Bootstour, berichtete er in der Spitalkirche. Bislang mahlen die Mühlen der Bürokratie noch.

Auf Sympathie beim OB traf die Idee von Jochen Surel aus Krondorf. Er schlug vor, dass in Schwandorf lebende Eltern n neugeborener Kinder einen Baum auf öffentlichen Grund pflanzen dürfen. Samt Schild mit dem Spendernamen. OB Feller schlug vor, dass die Standorte für die Bäume in Absprache mit der Stadtgärtnerei ausgesucht werden. Der Bauausschuss werde mit dem Thema befasst, sagte der OB.

In seinem Rechenschaftsbericht ging Feller auch auf die Leerstände an der Friedrich-Ebert-Straße ("Meierhofer-Gebäude") ein. Er habe vertrauliche Gespräche gegeben, über den Inhalt wolle er nichts sagen. Die mittlerweile der Stadt gehörenden, leerstehenden Häuser an der Fronberger Straße (ehemaliges Beer-Anwesen) werden akut nicht abgerissen. "Lücken sind auch nicht schöner", sagte der OB und zog den Vergleich zur Baulücke an der Wackersdorfer Straße gegenüber der Arbeitsagentur.

Klaus Kaschel hätte gerne wieder Open-Air-Konzerte in der Stadt. Für Oberbürgermeister Feller wäre das Sepp-Simon-Stadion dafür der geeignete Ort. Die Infrastruktur ist vorhanden und Parkplätze gibt's genug. Allerdings sei das Stadion bislang von Veranstaltern noch nicht nachgefragt worden. Stadtpark oder Volksfestplatz seien dagegen nur eingeschränkt nutzbar, hier sei die Lärmbelastung der Anwohner eine Einschränkung.

Die Planungen für die Sanierung der Naabbrücken seien noch nicht abgeschlossen, deshalb steht auch noch nicht fest, ob und wo eine Behelfsbrücke notwendig sei. Damit beantwortete Feller die Frage eines Wöhrvorstädters, der wissen wollte, ob während der Bauzeit der Verkehr über die "Insel" laufen wird.
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