Nach Vergewaltigung zwei weitere Fälle von Belästigung gemeldet - Kripo ermittelt auf Hochtouren
Womöglich der gleiche Sexualstraftäter

Lokales
Schwandorf
23.06.2015
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Die Folge der am 15. Juni angezeigten Vergewaltigung im Schwandorfer Stadtgebiet und der daraus resultierenden Öffentlichkeitsfahndung der Kriminalpolizei Amberg waren unter anderem zwei Hinweise junger Frauen, die schilderten, von einem unbekannten Täter in gleicher Weise angegangen worden zu sein. Glücklicherweise kam es dabei zu keiner Vergewaltigung, aber zumindest zu sexuell motivierten Vorbereitungshandlungen.

Im Pressebericht des Polizeipräsidiums wird zunächst nochmals an die zuerst geschilderte Tat aus den Nachmittagsstunden des 15. Juni im Bereich der Naabuferstraße erinnert. Hierbei war die 20-Jährige zwischen 14 und 15 Uhr von einem unbekannten Mann zunächst angesprochen und nach dem Weg zum Marktplatz gefragt worden. Als sie ihm diesen zeigen wollte und einige Meter mit ihm gegangen war, habe er sie in das angrenzende Gebüsch gedrückt und vergewaltigt. Den flüchtigen Täter beschrieb die Frau als etwa 1,70 Meter großen und etwa 30 Jahre alten Mann, der gebrochen Deutsch sprach.

Nach der veröffentlichten Fahndung meldete sich am 16. Juni eine 14-jährige Schülerin aus Schwandorf und teilte mit, dass ihr bereits am 4. Mai gegen 16.45 Uhr auf dem Adolf-Kolping-Platz ähnliches geschehen sei. Auch sie sei dort von einem Unbekannten angesprochen und nach einem Geschäft gefragt worden. Nachdem der Mann nur schlecht Deutsch sprach, habe er sie gebeten, ihr das Geschäft zu zeigen. Auf dem Weg dorthin griff er sie am Arm, aber das Mädchen konnte sich losreißen und flüchten.

Am 17. Juni meldete sich dann noch eine 23-jährige Joggerin aus Schwandorf, die einen ähnlichen Vorfall vom 16. Juni gegen 18.30 Uhr schilderte. Sie sei unter anderem auf der Joggingstrecke am Weinberg unterwegs gewesen, als sich ihr ein Unbekannter mit einen Fahrrad näherte, der neben ihr herfuhr. Wiederholt habe er versucht, den Arm um sie zu legen und sie zu küssen. Der Gegenwehr der Sportlerin war es wohl zu verdanken, dass sie sich losreißen konnte und es zu keinem weiteren Übergriff kam.

Auch diese beiden jungen Frauen beschrieben den Täter als etwa 30-Jährigen und etwa 1,70 Meter großen Mann, der gebrochen Deutsch sprach. Nach Schilderung der Joggerin sei er mit einer hellblauen Hose, einem weißen T-Shirt und Flip Flops bekleidet gewesen. Er benutzte ein Fahrrad mit einem hellen Rahmen und einem schwarzen Kettenschutz.

Zusammenhänge zwischen den drei Geschehnissen sind laut Kripo in verschiedener Weise erkennbar. Etwa, was die Vorgehensweise, den eingrenzbaren Tatort, nämlich das Stadtgebiet Schwandorf und die Beschreibung des Täters betrifft. Vor diesem Hintergrund sind für die Ermittler auch weiterhin Hinweise aus der Bevölkerung zur Klärung der geschilderten Taten von großer Bedeutung. Diese werden erbeten unter der Telefonnummer 09621/89 00.
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