Neu- und Erweiterungsbau des Krankenhauses St. Barbara
Großprojekt in Reichweite

Als der Abrissbagger die alten Gebäude beseitigte, richtete sich der Blick nach München. Mit der Kabinettsentscheidung zur Förderung dürfte der Weg für das Neubauprojekt frei sein. Bild: Götz
Lokales
Schwandorf
18.06.2015
10
0

Große Freude im Krankenhaus St. Barbara: Der mit Gesamtkosten in Höhe von knapp 50 Millionen Euro veranschlagte Neu- und Erweiterungsbau wurde vom bayerischen Kabinett in das Krankenhausbauprogramm 2019 aufgenommen. Der vorzeitige Baubeginn wird angestrebt.

Dieser Beschluss schließt eine Förderung in Höhe von 37,4 Millionen Euro ein. In Schwandorf werde somit eines der herausragenden Projekte entstehen, heißt es in der Pressemitteilung. Das Krankenhaus St. Barbara stelle nach der Klinik in Wasserburg am Inn die mit Abstand größte Baumaßnahme auf dem Krankenhaussektor in Bayern dar. Dabei, betonte der Geschäftsführer Dr. Martin Baumann, handle es sich nur um den ersten Abschnitt der gesamten Bauplanung für die kommenden Jahre. Weitere Bauabschnitte würden folgen.

Schon ab 2016?

Mit dem Baubeginn werde im Krankenhaus St. Barbara allerdings nicht bis 2019 gewartet. Nachdem die vorbereitenden Maßnahmen bereits in vollem Gange seien, könnten die Bagger schon ab 2016 ihre Arbeit an der Steinberger Straße aufnehmen. Der Geschäftsführer sieht sich in seinen Plänen bestätigt, bald neue zukunftsweisende medizinische Leistungsangebote etablieren zu können. Nach Abschluss der Bauarbeiten werde die Bettenkapazität für die Versorgung der Bevölkerung im Landkreis ausgebaut. In Folge würden auch neue qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen.

Der Neu- und Erweiterungsbau solle unter anderem eine zentrale elektive Aufnahme für Patienten mit geplanten stationären Aufenthalten, eine akutgeriatrische Abteilung und eine erweiterte Intensivstation mit zusätzlicher Intermediate Care-Einheit (Intensivüberwachungspflege) beherbergen. Mit der geplanten Baumaßnahme gingen unter anderem auch eine Erweiterung der Allgemeinpflege sowie die Verlagerung des Zentrallabors und des Herzkatheterlabors einher, heißt es weiter. Zudem solle ein neu gestalteter größerer Eingangsbereich Patienten wie Besucher mit einem Wohlfühlambiente empfangen. Eine farbcodierte Wegführung werde künftig die Orientierung im Haus erleichtern.

Dr. Baumann schließt sich einer Aussage der bayerischen Gesundheitsministerin Melanie Huml an, wonach "optimale Versorgungsmöglichkeiten für Patienten und die hierfür notwendigen guten Arbeitsbedingungen für die Klinikmitarbeiter permanente Investitionen in Gebäude und Medizintechnik erfordern". Nur dadurch könnten die Herausforderungen einer sich wandelnden Medizin und einer immer älter werdenden Gesellschaft bewältigt werden.

Mit der Kabinettsentscheidung können die Barmherzigen Brüder als Träger des Krankenhauses St. Barbara umgehend die weiteren Schritte für einen vorzeitigen Baubeginn einleiten.
Weitere Beiträge zu den Themen: Gesundheitsminister (1235)Juni 2015 (7771)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.