Neue Impulse für Patenschaft

Beim Festakt in der Spitalkirche spielte die Blaskapelle Stadlern.
Lokales
Schwandorf
27.10.2014
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Am 16. August 1974 besiegelten die beiden Bürgermeister Dr. Josef Pichl (Schwandorf) und Rudolf Seitz (Stadlern) die Patenschaft zwischen der Kreisstadt Schwandorf und der Gemeinde Stadlern. Bei einem Festakt am Samstag in der Spitalkirche Schwandorf erfuhr sie eine Wiederbelebung.

Seit dem Tod des früheren BGS-Kommandeurs und stellvertretenden Schwandorfer Bürgermeisters Hans Graf ist es ruhig geworden um die Patenschaft zwischen der Kreisstadt und der Gemeinde Stadlern. Der damalige Oberstleutnant beim Bundesgrenzschutz unternahm gleich nach der Gebietsreform 1972 mit Kommunalpolitikern einen Hubschrauber-Rundflug über den Landkreis und fand wohl an der östlichsten Gemeinde gefallen.

Vor 40 Jahren

Am 16. August 1974 besiegelten die beiden Bürgermeister Dr. Josef Pichl (Schwandorf) und Rudolf Seitz (Stadlern) die Patenschaft.

Deren neu gewählte Nachfolger Andreas Feller und Gerald Reiter wollen die Kontakte in Zukunft wieder vertiefen. Das nächste Treffen ist im Juni 2015 in Stadlern geplant. Bürgermeister Gerald Reiter schilderte den Strukturwandel der kleinen Gemeinde an der Grenze zu Böhmen (524 Einwohner) mit rückläufigem Fremdenverkehr, aber schnellem Internet, mit der höchsten Erhebung des Landkreises und dem Naturschutzgebiet "Hochfels". Der Bürgermeister zählt seine Gemeinde zu den "schönsten in Bayern" und betonte: "Stadlern ist stolz, ein Stück des Landkreises Schwandorf zu sein".

Am Festakt nahm auch der Inhaber der Münchner-Medizin-Technik Michael Koller, teil. Dessen verstorbener Vater war gebürtiger Stadlerner und Ehrenbürger der Gemeinde und hatte nach der erfolgreichen Gründung eines Betriebes in München auch ein Werk in seiner Heimatgemeinde errichtet. "Johann Koller war maßgebend an der Gründung der Patenschaft mit Schwandorf beteiligt", erinnerte MdL Alexander Flierl in seiner Festrede. Gerade der geschichtliche Hintergrund mit Schwandorf als Kreissitz und Stadlern am "Eisernen Vorhang" und an der "Grenze zwischen zwei Systemen" hätten die Patenschaft damals zu einer Besonderheit gemacht, so der CSU-Politiker.

Heute zähle der Landkreis zur Aufsteigerregion, die Grenze zum Osten sei überwunden, "und wir befinden uns im Herzen Europas", beschrieb Alexander Flierl die weitere Entwicklung. Viele gegenseitige Besuche hätten die Freundschaft zwischen den beiden Gemeinden gefördert und ausgeweitet. Vom Festakt erhoffte sich der Stimmkreisabgeordnete neue Impulse für eine weitere Belebung der Patenschaft.

Mit Blasmusik

Stellvertretender Landrat Jakob Scharf wertete die gemeinsame Veranstaltung als Zeichen des guten Miteinanders zwischen dem "Grenzland und der Naabachse."

Den Festakt, zu dem Oberbürgermeister Andreas Feller zahlreiche Stadt- und Gemeinderäte sowie Vereinsvertreter willkommen hieß, begleiteten die Blaskapelle Stadlern und das Duo "Eddy Gabler/Reinhard Ehrenreich".
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