Nur um Haaresbreite

Die Schwimmtruppe des TV Amberg (von links): Nino Scherg, Sebastian Bauer, Matthias König, Valentin Bößenecker, Stefan König, Florian Bauer, Dennis Stündl und Thomas Mayr. Bild: hfz
Lokales
Schwandorf
24.02.2015
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Zehn Jahre Abstinenz sind genug: Die Schwimm-Mannschaft des TV Amberg meldet sich eindrucksvoll zurück und sorgt in Dachelhofen für eine Überraschung.

Am Samstag fand im Hallenbad Dachelhofen der Bezirksliga-Durchgang der Oberpfalz des Deutschen Mannschaftswettbewerbs im Schwimmen (DMS) statt. Dabei müssen von einer Mannschaft alle olympischen Strecken insgesamt zwei Mal geschwommen werden. Durch ein international festgelegtes Punktesystem gewinnt dann diejenige Mannschaft mit der höchsten Punktzahl. Neben dem Titelverteidiger aus Neumarkt und dem Gastgeber aus Schwandorf ging auch das stark favorisierte Team des SC Regensburg mit einigen bayerischen Top-Schwimmern an den Start.

Großer Vorsprung

Erstmals seit 10 Jahren war auch wieder eine Herrenmannschaft des TV Amberg am Start. Dabei lieferte sich das neuformierte Team bis zuletzt einen spannenden Zweikampf mit Regensburg, der durch ständige Führungswechsel gezeichnet war. Nur knapp verpasste der TV Amberg den Sensationssieg gegen den derzeit besten Verein der Oberpfalz aus Regensburg. Am Ende trennte die beiden lediglich eine Haaresbreite, welche für die Amberger den zweiten Platz, weit vor den abgeschlagenen Dritten des Schwimmclub Schwandorf und den Vorjahressiegern vom ASV Neumarkt bedeutete.

Durch die Schallmauer

Herausragend waren die Einzelleistungen von Florian Bauer und Dennis Stündl. Dem Schmetterling- und Rücken-Spezialist Bauer gelang über 100 Meter Rücken eine Zeit von 1:01,67. Im Schmetterlingsstil durchbrach er über die gleiche Distanz sogar die magische Schallmauer von einer Minute in einer Zeit von 59,44 Sekunden. Auch Stündl überzeugte durch seine Leistungen auf den kurzen Freistilstrecken. Mit 25,26 Sekunden über die 50 Meter und 56,26 Sekunden über die 100 Meter Distanz war er so auch ein wichtiger Punktelieferant für die Mannschaft. Auch die vier TV-Neuzugänge vom TuS Dachelhofen konnten mit starken Leistungen überzeugen. So zeichnete sich Matthias König als echter Lagenspezialist aus, mit Zeiten von 2:25,72 über 200 Meter Lagen, sowie 5:23,43 über die 400 Meter Lagen. Auch Thomas Mayr zeigte seine Stärken über die kurzen Strecken und schwamm die 50 Meter Freistil in 25,93 Sekunden, die 100 Meter absolvierte er in 57,18. Langstreckenspezialist Valentin Bößenecker zeigte über 400 Meter Freistil (4:44,30) und über 200 Meter Schmetterling (2:34,77) seine Vielseitigkeit. Der vierte Neuzugang, Stefan König, absolvierte mit 1500 Meter Freistil, 400 Meter Lagen und 200 Meter Brust das längste Wettkampfprogramm aller Amberg Schwimmer. Das Team komplettierten Sebastian Bauer und Nino Scherg, die beide mit je zwei Wettkampfstrecken an den Start gingen. Hier ist besonders die Leistung von Bauer über die 200 Meter Rücken in einer Zeit von 2:39,83 zu nennen. Scherg zeigte hingegen seine Stärke auf den langen Freistildistanzen (400 Meter in 5:27,94).

Nachdem vier der fünf bayerischen Bezirksverbände ihre Ligawettkämpfe bereits durchgeführt haben, liegen die Herren des TV Amberg auf Platz vier von insgesamt 40 gestarteten Mannschaften. Ein Aufstieg in die nächsthöhere Landesliga ist noch offen.
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