"Ökumenische Nacht der Musik" in der Erlöserkirche und in St. Jakob - Kontrastprogramm mit ...
Klassische Klangwelten zum Bürgerfest-Auftakt

Das "Bläserensemble der Großen Kreisstadt Schwandorf" widmete sich festlicher Bläsermusik, darunter dem "Ave Verum" von Mozart. Bild: tie
Lokales
Schwandorf
13.07.2015
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Pop- und Rockmusik prägen das Bürgerfest. Klassische Klänge kommen bei all dem Trubel naturgemäß zu kurz. Die "Ökumenische Nacht der Musik" setzte deshalb am Freitag einen musikalisch ergänzenden Gegenpol. Die zahlreichen Gäste wussten es zu schätzen. Drei aufeinanderfolgende Veranstaltungen griffen ineinander: Den Auftakt gab ein Orgelkonzert in der Erlöserkirche, das Kerstin Schatz, Dekanatskantorin aus Amberg, gestaltete. Sie interpretierte Orgelstücke, die jeweils einen eigenen Charakter repräsentierten, etwa als Vorspiel oder in zeitversetzten Vorträgen des Themas, indem sie genau diese Eigenheiten herausarbeitete. So geschehen im "Präludium C-Dur" des Zeitgenossen Ulrich Knörr, wie auch in Stücken des Barockmeisters Johann Sebastian Bach oder von Johann Ludwig Krebs. Zwei Toccaten (e- moll von Johann Pachelbel und F- Dur von Dietrich Buxtehude) rahmten den Orgelchoral "Nun bitten wir den heiligen Geist" von Buxtehude ein. Dem zeitgenössischen Beginn und den folgenden Barockwerken folgte ein spätromantisches Werk, das "Menuet gothique" aus der "Suite Gothique" op 25 von Léon Boellmann. Der Orgelvortrag schloss mit dem berühmten "Canon D-Dur" von Johann Pachelbel. Alle diese Werke spielte die Organistin mit bewundernswerter Konzentration.

In die Stadtpfarrkirche

Danach war "Umzug" angesagt. Die Gäste wechselten in die Stadtpfarrkirche St. Jakob, in der sie das "Bläserensemble der Großen Kreisstadt Schwandorf" mit "Festlicher Bläsermusik" erwartete. Nach einer Fanfare von Klaus Strobl widmeten sich die städtischen Mitarbeiter der "Military Suite" von Kees Vlak, ließen das berühmte "Prelude" von Marc-Antoine Charpentier erklingen. Neben dem feierlichen "Ave Verum" von W. A. Mozart hatte das Ensemble Stücke Beethoven und Schubert im Programm. Das Quintett um Peter Habermeier glänzte überzeugte einmal mehr durch die voll aufeinander abgestimmte Musizierweise, das gemeinsame Ton-Gefühl.

Nach einer Pause, in der Brot und Wein gereicht wurden, setzten "Lieder der Freude" das Programm fort. Dagmar Spannbauer, Sopran, wurde begleitet einmal von Assuntha Bähr auf der Violine und Maria Pritzel an der Orgel. Von Georg Friedrich Händel erklangen "Singe, meine Seele, Gott zum Preise" und "Meine Seele hört im Sehen" mit klarer Stimme, reinen Geigentönen und exakter Orgelbegleitung. Nach Stücken von J. S. Bach - untere anderem "Jesus bleibet meine Freude" - und Antonin Dvorak bewies Dagmar Spannbauer, wie breitgefächert ihr Können ist: Das moderne "Halleluja" von Colin Mawby und zwei Lieder von Kathi Stimmer-Salzeder reizten die tonale Stimmung aus, von der Sopranistin sensibel dargestellt. Zum Schluss "Abends will ich schlafen gehen" von Engelbert Humperdinck: Maria Pritzel sang die zweite Stimme, ohne die Orgel zu vernachlässigen. Mit einem Segen schlossen Dekan Hans Amann und Pfarrer Arne Langbein die sehr gelungene Nacht, die einen gelungenen Auftakt zum Bürgerfest gab.
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