Offene Ganztagsschule

Der Gerhardingerschule ist die zweitgrößte Grundschule der Stadt. Hier soll ein offenes Ganztags-Schulangebot aufgebaut werden. Das beschloss der Hauptausschuss am Mittwoch einstimmig. Bild: Hösamer
Lokales
Schwandorf
15.07.2015
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Die Gerhardingerschule wird zur Offenen Ganztagsschule. Das sieht ein Konzept vor, das der Hauptausschuss am Mittwoch einstimmig billigte. Der Beschluss hat auch Auswirkungen auf die Lindenschule.

Die Sanierung der Lindenschule ist das Großprojekt, das sich der Stadtrat als nächstes vorgenommen hat. Bevor dazu ein Raumprogramm erstellt werden kann, muste klar sein, welche Art der Ganztagesbetreuung etabliert werden soll. Auch auf Anraten der Schulleiter und des Schulamtes bleibt der Hort an der Schule, das heißt die (kostenpflichtige) Betreuung der Grundschulkinder am Nachmittag, auch in den Ferien. Die Verwaltung kann damit in die Raumplanung für die Sanierung gehen.

Das Angebot einer "Gebundenen Ganztagsschule" (GGTS) - also Ganztags-Unterricht an vier Tagen die Woche - wurde an der Gerhardingerschule schon einmal testweise durchexerziert und scheiterte wegen mangelnder Nachfrage. Ab dem Schuljahr 2015/2016 ermöglicht der Gesetzgeber auch eine "Offene Ganztagsschule" (OGTS) neuen Zuschnitts. Elter können wählen, ob sie ihre Kinder an zwei bis vier Wochentagen bis 16 Uhr an der Schule betreuen lassen. Die Kinder werden nachmittags nicht im Klassenverband unterrichtet, sondern pädagogische Fachkräfte kümmern sich um eine verlässliche Hausaufgabenbetreuung und weitere Angebote, etwa aus Musik oder Sport. Das Konzept erläuterte Kämmerer Jens Wein dem Ausschuss. Ohne Ausbau des Schulgebäudes wird dieses Angebot nicht funktionieren. Eine Pausenhalle samt Mensa wird entstehen müssen - auf der Fläche des alten Krankenhauses, das ohnehin abgerissen werden soll. Das scheiterte bislang an den Kosten. Bei einem Neubau für die Schule darf die Stadt mit Zuschüssen rechnen.

Die Ausschussssprecher Andreas Wopperer(CSU), Ulrike Roidl (SPD), Peter von der Sitt (UW) und Alfred Damm (ÖDP) befürworteten das Konzept einhellig. Damit, merkte Wopperer an, sei auch die vor Jahren geplante Verlegung der Bibliothek ins Spitalquartier ad acta gelegt. Auf Bitten von OB Andreas Feller wurde der Beschluss gleich als Empfehlung an den Stadtrat gefasst. So könne schneller mit den Planungen für die Lindenschule begonnen werden, sagte Feller.
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