Party-Stimmung auf der Straße

Auch ein bisschen Gesellschaftskritik klang an. Der Pflegenotstand wurde zum Beispiel beim Faschingszug der "Allotria" in Nittenau vor Augen geführt. Bild: Mayer
Lokales
Schwandorf
16.02.2015
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Vier große Faschingszüge bewegten sich am Sonntag durch den Landkreis: in Stulln, Schwandorf, Nittenau und Seebarn. Fröhlich und friedlich feierten die Mitwirkenden und ihre Zuschauer.

(am/my/rid/zth) Die "Lindania" in Schwandorf beging das 60-jährige Bestehen ihrer Faschingsgesellschaft mit einem Zug durch das Lindenviertel. Prinzessin Sarah I. hatte sich einen Bodyguard zur Seite gestellt und grüßte das närrische Volk am Straßenrand. Ansonsten zogen hinter dem Lindwurm strahlende Gardemädchen, sympathische Gartenzwerge und eine Feuerwehr hinterher, die für das 150-jährige Jubiläum warb.

Als heimliche "Faschingshauptstadt" im Freistaat Bayern präsentierte sich wieder einmal Stulln - so war es zumindest an der Spitze des Zuges zu lesen. "Stulln, schluck auf!" ertönte immer wieder der Schlachtruf in der Ortsmitte - und viele Teilnehmer nahmen ihn ernst. Der Alkohol sollte bei beißender Kälte zumindest ein bisschen von innen wärmen. Nach dem Zug, den die Fußgruppen dominierten, ging es noch bis in den Abend hinein ins Party-Zelt.

Die Regenbrücke spielte beim Faschingszug in Nittenau eine große Rolle. Sie wird einem Neubau weichen, doch was passiert in der Zwischenzeit? Die Antwort wurde gegeben: Ein Fährschiff soll bis zur Fertigstellung der neuen Abhilfe schaffen. Den zahlreichen Besuchern wurden am Sonntag auch andere lokale Themen geboten bis hin zur Verkehrsüberwachung, die nun von den drei Bürgermeistern übernommen wird. Die Faschingsgesellschaft "Allotria" hatte zu ihrem 55-jährigen Bestehen wieder einen prächtigen Zug zusammengestellt.

Die beiden Präsidenten Johann Schießl und Johann Gruber gaben den Startschuss für den Seebarner Faschingszug. Der Prunkwagen des Elferrats mit den Tollitäten fuhr vorneweg, die Ehrengäste um den Ehrenschirmherrn Landrat Thomas Ebeling und die Seebarner Faschingsbürgermeistern Margit Reichl und 52 weitere Gruppen folgten dem Faschingskomitee. Auch hier waren die Feierlichkeiten nach dem Zug noch lange nicht am Ende, denn bei der sich "After-Zug-Party" bewiesen die Seebarner "Narren" großes Durchhaltevermögen. (Innenteil)
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