Pegelstände von Naab, Regen und Schwarzach sinken
Gefahr gebannt

Die Hochwasser-Meldestufe 2 wurde am Sonntag in Nittenau überschritten, nachdem der Flusspegel am Wochenende rasant von 1,25 Meter auf 3,52 Meter (Bild) angestiegen war. Am Montag gingen die Fluten bereits wieder deutlich zurück. Bild: mos
Lokales
Schwandorf
12.01.2015
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Von Freitag bis Sonntag stiegen die Pegel der Flüsse im Landkreis Schwandorf deutlich an - um teilweise mehr als zwei Meter. Bei Anwohnern an Naab, Schwarzach und Regen machte sich Sorge breit. Zu gut in Erinnerung sind noch die Bilder früherer Hochwässer. Aber der Scheitelpunkt scheint schon überschritten zu sein.

Wie der Hochwasser-Nachrichtendienst gestern früh in einer kurzen Stellungnahme mitgeteilt hat, habe sich "an den Gewässern des Landkreises Schwandorf die Hochwassersituation inzwischen wieder deutlich entspannt". Die Meldestufe 1 wurde nur noch am Pegel Nittenau (Regen) geringfügig überschritten. Meldestufe 1 bedeute dabei "stellenweise kleinere Ausuferungen". Aufgrund der aktuellen Wetterprognose sei davon auszugehen, "dass auch in Nittenau der Wasserstand bereits am späten Montagnachmittag wieder unter die Meldestufe 1 fällt."

"Grundsätzlich glauben wir nicht, dass Schlimmeres passieren wird", beurteilte auch der Chef des Wasserwirtschaftsamts Weiden, Mathias Rosenmüller, die aktuelle Entwicklung. Der Experte hat sich vom Anstieg der Flüsse in den letzten Tagen nicht beunruhigen lassen. "Das war nicht so dramatisch, das haben wir jedes Jahr", versicherte Rosenmüller. Dass wechselhaftes Wetter angekündigt ist, bringt ihn auch nicht aus der Ruhe: "Die Welle ist durch!"

Laut Deutschem Wetterdienst hält die Westwetterlage mit wechselhaftem Wetter weiter an, wobei für gestern drei bis acht Millimeter, in Staulagen des Bayerischen Waldes bis zehn Millimeter Niederschlag vorhergesagt wurden. Die Schneefallgrenze liegt bei 600 bis 800 Meter. "Durch die nachlassenden Niederschläge wird sich die Hochwassersituation entspannen", heißt es auch hier.

Gespannter war die Lage über das Wochenende. In Unterköblitz wurde gestern Nachmittag ein Pegelstand der Naab von 2,09 Meter gemessen, Tendenz fallend. Freitag war er noch bei 1,25 Meter gelegen, am Sonntag noch bei knapp 2,35 Meter. Was die Schwarzach anbelangt, so pufferte laut Rosenmüller der Speicher in Eixendorf sehr viel ab. Dessen Wasserstand stieg dabei allerdings um zwei Meter. Der Regen bei Nittenau schließlich schwoll von Freitag auf Sonntag ebenfalls deutlich an. Dessen Pegelstand erhöhte sich von 1,25 Meter auf 3,52 Meter - Meldestufe 2 (das bedeutet, land- und forstwirtschaftliche Flächen sind überflutet und es gibt leichte Verkehrsbehinderungen auf Hauptverkehrs- und Gemeindestraßen), um dann am Montag Nachmittag wieder auf 2,53 Meter zu sinken.

Das letzte Hochwasser war im Juni 2013. Der Scheitelabfluss von Regen und Naab entsprach damals einem fünf- bis zehnjährlichen Hochwasser. Meldestufe 3 wurde an einigen Hochwasserschutzanlagen kurzzeitig überschritten. Diese Anlagen überstanden jedoch das Hochwasser 2013 ohne Schäden.
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