Pflegen und Heimat geben

"Es ist für uns ein Tag der Freude", strahlte Heimleiter Egon Gottschalk gestern bei der Einweihung des Anbaus am Elisabethenheim. Vom neuen Gemeinschaftsraum aus öffnet sich der Blick in den Garten. Der ist noch nicht ganz fertig. Bilder: rid(2)
Lokales
Schwandorf
20.11.2014
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Einweihung des Anbaus, 20 Jahre Standort an der Bahnhofstraße und Patrozinium: Im Elisabethenheim gab es gestern gleich dreifachen Grund zum Feiern. Die "Lions" und die beteiligten Firmen lieferten einen Weiteren.

"Wir dürfen stolz sein auf dieses Haus", versicherte der Vorsitzende der Bürgerspitalstiftung, Oberbürgermeister Andreas Feller, bei der Einweihungsfeier, zu der zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft in den neuen Aufenthaltsraum gekommen waren.

"Es ist für uns ein Tag der Freude", strahlte auch Heimleiter Egon Gottschalk. Der Träger könne stolz sein auf die Namenspatronin, die Heilige Elisabeth, die es sich zum Ziel gesetzt habe, alte und hilfsbedürftige Menschen nicht nur zu pflegen, "sondern ihnen auch ein Stück Heimat zu geben". Der Geschäftsführer der Bürgerspitalstiftung nannte die Standortwahl eine weise Entscheidung des damaligen Stadtrates, "denn in der Innenstadt rührt sich was". 3,8 Millionen Euro hat der Träger in den Anbau des Elisabethenheims investiert und 31 zusätzliche Plätze in 27 Zimmern geschaffen. Mit jetzt 180 Betten sei das Haus das größte Seniorenheim im Landkreis, betonte Egon Gottschalk. Er kündigte die Schaffung von 20 zusätzlichen Arbeitsplätzen und damit eine Erhöhung auf 80 Vollzeitstellen an. In dem dreigeschossigen Erweiterungsbau entstand auch ein beschützender Bereich für 16 demenzkranke Bewohner. 40 Prozent der Senioren sind Sozialhilfeempfänger. Das Haus ist derzeit zu 98 Prozent ausgelastet.

"Eine gute Lösung haben wir auch bei den Außenanlagen gefunden", sagte Egon Gottschalk. Er ist überzeugt: "Hier entsteht eine wunderschöne Gartenanlage mitten in der Stadt". Das Seniorenheim passe gut in das Stadtbild, fand auch stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl. Der Landkreis arbeite seit Jahren daran, seinen Bewohnern eine Vielfalt an Lebensmöglichkeiten im Alter zu ermöglichen. "Wir haben Fristen und Kosten eingehalten", stellte Architekt Peter Pracht zufrieden fest. Er lobte "die korrekte Arbeit der regionalen Firmen", die zur Einweihung eine gemeinsame Spende von 2700 Euro überreichten. Mit diesem Geld werden Zimmerpflanzen gekauft.

Eine weitere Spende von 7000 Euro kam vom Lions-Club, dessen Vorsitzender Alt-OB Helmut Hey den guten Ruf des Hauses hervorhob. Mit dem Geld des Service-Clubs ließ Egon Gottschalk die bestehenden Bänke restaurieren und schuf damit auf dem Freigelände 33 Sitzplätze. Bischöflich-Geistlicher Rat Josef Nickl und der evangelische Pfarrer Arne Langbein segneten die neuen Räume. Studiendirektor Hans Lehminger und seine Kinder spielten klassische Musik, während die Mitarbeiterinnen Esther Tenzer und "Flori" Kerstin los rappten und dabei den Tagesablauf im Heim schilderten.

Rechtzeitig zur Feier kam auch die Bewertung des "Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung Bayern" (MDK). Die Prüfung für Pflege, Betreuung und medizinische Versorgung ergab die Note 1,2.
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