"Pippi Langstrumpf" zur Kirwa

In Fronberg geht es rund: Drei Tage Kirwa in der Dorfmitte (rid) Die Allerweltskirwa bedeutet für den Stadtteil Fronberg Ausnahmezustand: Drei Tage lang dreht sich dort alles um die Kirchweih: Baum einholen, Zug durch die Dorfstraßen, Tanz um den Baum (Bild) und im Saal der Brauerwirtschaft, schließlich Männer-Frühschoppen. Es läuft auch heuer wieder alles nach Plan. 18 Paare tanzen am Samstagabend und am Sonntagnachmittag um den Baum am Dorfplatz - das ist neuer Rekord. Wenn das Wetter passt, werden dazu
Lokales
Schwandorf
18.10.2015
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"Grenzen überwinden". Das Motto dieser Tage gilt auch für den Fronberger Kirwaverein. Von der deutschen Botschaft in Schweden auf die Tanzbühne am Dorfplatz - die Kultgemeinde bewegt sich mittlerweile auf diplomatischem Parkett. Dank Hubert Rathey.

Der Botschaftsangörige war eigens wieder aus Stockholm angereist, um die Kirwa zu eröffnen. Wie immer von einer Leiter aus. "Die Schweden hatten Tränen in den Augen". Hubert Rathey erinnerte an den "grandiosen Auftritt" der Kirchweihkapelle in der Botschaft vor einer Woche. Für diese Lobeshymne bedankten sich die Kirchweih-Musikanten mit dem "Pippi-Langstrumpf-Song".

Nachschub per Lkw

Der deutsche Botschafter traute nach dem "Oktoberfest" seinen Augen nicht: "So viel ist noch nie gesoffen worden". Kein Wunder, der Kirwaverein war mit einer 16-köpfigen Delegation angereist. Als "Begleitschutz" für die Musikanten. Was die Schweden in den nächsten Tagen bewegte: "Wer war der Mann, der neben dem Ziegler Christian den roten Hotelteppich entlang schritt?" Des Rätsels Lösung: Es war Schwedens Superstar Zlatan Ibrahimovic, der sich unter Dirndl- und Lederhosen-Schönheiten aus Bayern gemischt hatte. Bei den Bierpreisen in Schweden war es ratsam, sich selbst mit dem nötigen Gerstensaft aus der Heimat zu versorgen. Mit einem Lkw hatte der Verein den Nachschub nach Norden geschafft.

Mit dabei war auch "Dancing-Queen" Rudi Hobmeier, der den Schweden die hohe Kunst des Zwiefachen beibrachte. Hubert Rathey ließ ihn am Samstagabend ebenso hochleben wie den Wiefling Sepp, der wieder für das Reiserschneiden und Baumeinholen verantwortlich war. Wenngleich: Der "Moaxnbauer" sollte doch mal einen Holzfällerkurs in Schweden mitmachen. Denn am Samstag brauchte er wieder drei Versuche für den passenden Stamm im städtischen Stiftungswald.

Hoch auf Michl Zweck

Nicht der Michel aus Lönneberga, sondern der Michl Zweck verlässt einmal im Jahr seine "Schnitzerwerkstatt", um gemeinsam mit seinem Bruder Alexander und unzähligen Helfern den Baum am Dorfplatz aufzustellen. "Er lebe dreimal hoch", rief Hubert Rathey in die Runde. Sein Dank galt ferner den "Fronberger Jungfrauen" für das Ganserlrupfen und das Küchlbacken und den vielen Helfern rund um die Kirwa.

Viele "Boxenstopps"

Bis der 31 Meter hohe Baum stand, dauerte es diesmal etwas länger. Denn der Tross blieb auf dem Weg zum Dorfplatz immer wieder hängen. Beim Buchmann Ossi, beim Zweck Heiner und beim Pirzer Sepp, beim Gruber natürlich und zuletzt bei der Dirscherl Berta. Überall gab es eine flüssige Stärkung für die bevorstehende kräftezehrende Arbeit.

Dann stellte sich die Frage: Passen denn alle 18 Paare auf das Podium. Es klappte, auch wenn es diesmal ganz schön eng wurde. Genauso wie im Saal der Brauereiwirtschaft, der beim Tanzabend erneut ausverkauft war. Eng und zünftig geht es auch heute Vormittag beim Männerfrühschoppen zu. Schon um acht Uhr stehen die Ersten an und bitten um Einlass.
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