Politiker verabschieden Resolution zum Ausbau der Eisenbahnstrecken von München und Nürnberg ...
Knotenpunkt will Drehscheibe bleiben

Politiker aus der gesamten mittleren und südlichen Oberpfalz forderten am Dienstagabend einen Ausbau der Bahnverbindungen nach Tschechien. In der Oberpfalzhalle verabschiedeten sie eine entsprechende Resolution mit vier Punkten. Landrat Thomas Ebeling (rechts) hob die Bedeutung der Verbindungen ins Nachbarland für den Kreis Schwandorf hervor. Bild: Götz
Lokales
Schwandorf
18.11.2015
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(räd) Die Große Kreisstadt hat eine klare Forderung an Berlin. "Wir wollen wieder die Drehscheibe werden, die wir einmal waren", sagte Oberbürgermeister Andreas Feller bei der Ostbayerischen Bahnkonferenz am Dienstagabend in der Oberpfalzhalle. Dort unterzeichneten Mandatsträger aus der mittleren und südlichen Oberpfalz eine Resolution zum Ausbau der so genannten Metropolenbahn - also der Eisenbahnstrecken von München und Nürnberg nach Prag mit Schwandorf als wichtigem Knotenpunkt.

"Die Verhandlungen zum Bundesverkehrswegeplan laufen", umriss Landrat Thomas Ebeling den Anlass des Treffens. Und erläuterte auch den Sinn. "Wir wollen die Werbetrommel rühren, wie das andere auch machen." Die anderen - das sind die Verfechter der Nordroute, die Prag und Nürnberg über Marktredwitz und Schirnding verbinden soll. Der Ausbau dieser Strecke ist vertraglich zwischen Deutschland und Tschechien besiegelt, wartet aber dennoch seit 25 Jahren auf seine Verwirklichung. Welche Bedeutung ein Ausbau der Südroute für die Kreise Schwandorf, Cham und Regensburg hat, hob der Chamer Landrat Franz Löffler hervor. Tschechien sei einer der wichtigsten Außenhandelspartner Bayerns geworden. "Aber die Verkehrsinfrastruktur hält dieser Entwicklung nicht stand." Die Metropolenbahn bedeute eine Stärkung der Wirtschaftsräume Schwandorf, Amberg und Cham. "Wir wollen gleichbehandelt werden wie die Strecke über Marktredwitz." Mit der Einbeziehung der Nürnberger Strecke "liefern wir beste Argumente für die Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan" erklärte Löffler. Denn an der Bedeutung der Metropolenbahn habe niemand Zweifel. Der Chamer Bundestagsabgeordnete Karl Holmeier ging sogar noch weiter: "Bayern braucht eine leistungsfähige Verbindung nach Tschechien. Und die beste geht über Schwandorf-Furth im Wald."

Eine Stunde schneller

Ausbau und Elektrifizierung der Strecken würde vor allem Richtung Prag zu einer kürzeren Fahrzeit führen. Züge könnten dann bis zu 160 Kilometer pro Stunde unterwegs sein und wären dann zwischen München und Prag bis zu einer Stunde schneller.
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