Polizeiplan: Punkte und Präsenz

Polizeioberkommissar Gerhard Richter (links) und Polizeihauptkommissar Stephan Gleixner kontrollierten am Donnerstag an der Grünwald-Kreuzung. Ihnen war es wichtig, Präsenz zu zeigen und die Verkehrssünder zur Rede zu stellen. Bild: Götz
Lokales
Schwandorf
16.10.2015
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Es klingt nach dem typischen Klischee. Die Polizei kontrolliert an der Grünwald-Kreuzung, und als erstes tappt eine Porsche-Fahrerin in die Falle, sie ist 24 Stundenkilometer zu schnell. Für die Frau heißt das: 70 Euro Strafe und ein Punkt. Die Beamten haben hingegen ehrgeizigere Ziele im Hinterkopf.

Mit dem Verkehrssicherheitsprogramm strebt Bayern an, die Zahl der Verkehrstoten um ein Drittel zu senken, die Zahl der Unfälle soll zurückgehen und besonders gefährdete Verkehrsteilnehmer wie Kinder, Fußgänger und Radfahrer sollen besser geschützt werden. Das ist auch der Grund, warum das Polizeipräsidium Oberpfalz noch bis Mittwoch, 21. Oktober, eine Kontrollwoche unter dem Motto "Sicher unterwegs im Goldenen Herbst" abhält.

Transparenz zeigen

Am Donnerstag kontrollierten Beamte der Polizeiinspektion (PI) Schwandorf einige Stunden an der Grünwald-Kreuzung. Polizeihauptmeister Holger Roidl, der für die Verkehrserziehung der PI verantwortlich zeichnet, erklärte: "Wir achten auf die Geschwindigkeit, aber auch ob jemand das Handy benutzt oder den Gurt nicht angelegt hat." Gerade wenn Autofahrer am Steuer telefonieren, kann Roidl das nicht nachvollziehen: "Ich verstehe das nicht. Ich habe vor kurzem eine Freisprechanlage für 19 Euro gesehen. Wenn jemand beim Telefonieren am Steuer erwischt wird, kostet das 60 Euro und es gibt einen Punkt." Noch viel wichtiger: Viele seien definitiv durch das gleichzeitige Telefonieren, Lenken und Schalten überfordert.

Die Transparenz und die Berichterstattung in den Medien ist kalkuliert: "Wir wollen, dass man sieht, dass wir was unternehmen." Gerade an Unfallschwerpunkten sei man bestrebt, Präsenz zu zeigen. Deshalb gibt es laut der Polizei an der Grünwald-Kreuzung jährlich 20 bis 25 Kontrollen. Wegen der geografischen Lage kracht es dort regelmäßig. "Wenn ein Fahrzeug von Schwarzenfeld kommt, ist die Sicht beeinträchtigt", erläuterte Roidl. Komme dann ein Verkehrsteilnehmer zu schnell den auf Tempo 60 begrenzten Berg stadteinwärts angefahren, sei das gefährlich.

Weitere Gefahrenstellen

Auch die Oder-Kreuzung und die Industriestraße (Eingang nach Wackersdorf) haben die Verantwortlichen im Blick, weil es dort immer wieder zu brenzligen Situationen kommt. Die Polizeiinspektion kontrolliert am Montag und Dienstag nochmals verstärkt in der Stadt. Wo, ist noch nicht bekannt.
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