Qualität mit Gütesiegel

Auch im neuen Anbau des Elisabethenheims an der Dr.-Martin-Luther-Straße sind kaum noch Plätze frei. Bild: Götz
Lokales
Schwandorf
20.03.2015
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Das Elisabethenheim genießt einen guten Ruf, es kann seine Qualität mit dem "Grünen Haken" belegen. Der zuständige Stadtrats-Ausschuss war am Donnerstag voll des Lobes für die Mitarbeiter der Bürgerspitalstiftung. Auch wenn die Bewohner mit einer Kostenerhöhung rechnen müssen.

Der Neubau des Elisabethenheims ist bereits so gut wie belegt, nur noch einzelne Betten in Doppelzimmern seien frei, erläuterte Geschäftsführer Egon Gottschalk dem Alten- und Pflegeheimausschuss. Das Heim verfügt nun über eine Kapazität von 180 Plätzen.

Höhere Lohnkosten

Der Betrieb des Heims kostet im laufenden Jahr rund 5,85 Millionen Euro, vornehmlich aus den Entgelten der Bewohner werden Einnahmen von knapp 5,98 Millionen Euro erwartet. Darin eingerechnet ist eine Erhöhung der Heimkosten für die Bewohner um durchschnittlich 1,7 Prozent. Sie sei vor allem wegen steigender Löhne notwendig, sagte Gottschalk. Das Heim zählt knapp 90 Vollzeitstellen. Knapp 300 000 Euro werden investiert, unter anderem in neue Wäschetrockner, die über die Fernwärme beheizt werden. Die Küche bekommt eine neue Decke.

Das Vermögen der Bürgerspitalstiftung umfasst rund 540 Hektar Wald. Gut 1900 Festmeter Holz sollen in diesem Jahr eingeschlagen und verkauft werden. Daraus und aus dem Verkauf eines Grundstücks in Steinberg am See erwartet die Stiftung Erträge von gut 206 000 Euro, die Bewirtschaftung kostet knapp 56 000 Euro. Daraus ergibt sich ein Überschuss von gut 150 000 Euro. Die Bürgerspitalstiftung wird nach bisherigen Planungen das Jahr 2015 mit einem Überschuss von knapp 292 000 Euro abschließen. Ein bereits für das vergangene Jahr geplanter Kredit für den Neubau wurde erst im Januar 2015 aufgenommen. Deshalb steigt in diesem Jahr die Verschuldung der Stiftung netto um knapp 280 000 auf 4,705 Millionen Euro.

Die Ausschusssprecher Christian Eimer (CSU), Alfred Braun (SPD), Lothar Walz (FW), Marion Juniec-Möller (Grüne) und Kurt Mieschala (UW) waren voll des Lobes für das Haus und verbanden mit der Genehmigung des Wirtschaftsplans auch einen Dank an die Belegschaft. Gottschalk kündigte an, für die Mitglieder des Ausschusses eine Waldbegehung zu organisieren, damit vor allem die neuen Stadträte das Eigentum der Stiftung kennenlernen können.

119 von 121 Kriterien

"Mit diesem Ergebnis brauchen wir uns nicht zu verstecken", sagte Oberbürgermeister Andreas Feller angesichts der Tatsache, dass sich das Elisabethenheim wieder mit dem "Grünen Haken" schmücken darf. Von 121 geprüften Kriterien erfüllt das Heim 119. Bemängelt wurde die fehlenden Möglichkeit zur Video-Telefonie.
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