Recyclinghöfe erhalten neuen Container - Wiederverwerten statt im Kraftwerk verbrennen
Zweites Leben für Klappstuhl und Eimer

Hartkunststoffe, also stoffgleiche Nichtverpackungen, gehören künftig in den neuen Container. Bild: hfz
Lokales
Schwandorf
14.08.2015
2
0
Die Recyclinghöfe des Landkreises werden in den nächsten zwei Wochen mit einem zusätzlichen Container ausgestattet. Neben den bekannten Abfallfraktionen Sperrmüll, Altholz, Schrott, Bauschutt, Flachglas, Elektrokleingeräten, Altfett und der roten Tonne für CDs, DVDs und Tonerkartuschen werden dann Gegenstände aus Hartkunststoff gesondert erfasst.

Diese Kunststoffe wurden bislang zusammen mit dem Sperrmüll der thermischen Verwertung des Zweckverbandes Müllverwertung Schwandorf zugeführt. Künftig geht dieses Material zu einem Verwerter in der Region. Nach Sortierung und Verpressung in Ballen werden die verschiedenen Kunststoffsorten zu Granulat verarbeitet. Aus diesen Sekundärrohstoffen werden wieder neue hochwertige Recyclingprodukte hergestellt, heißt es in einer Mitteilung des Landratsamtes.

Bereits seit Mai 2012 wurden auf dem Recyclinghof der Kreisstadt Schwandorf in einem Modellversuch diese sogenannten stoffgleichen Nichtverpackungen separat erfasst. Dabei handelt es sich um haushaltsübliche Gebrauchsgegenstände aus Hartkunststoff, die keine Verkaufsverpackungen sind. Die in Schwandorf erfassten Mengen stimmen das Landratsamt zuversichtlich, dieses Modell landkreisweit auszudehnen. Im Jahr 2013 wurden mehr als 33 Tonnen und 2014 über 35 Tonnen getrennt gesammelt. Für 2015 wird aufgrund der bisherigen Erfahrungen mit einer weiteren konstanten Steigerung auf rund 37 Tonnen allein in Schwandorf gerechnet.

Folgende Gegenstände aus PE-/PP-/PS-Kunststoffen werden künftig separat angenommen: Blumentöpfe, Blumenkästen, Pflanzschalen aus Kunststoff, Eimer, restentleerte Fässer und Kanister, Gießkannen, Regentonnen, Mörteltröge, Gartenmöbel, Sonnenschirmständer, Wäschekörbe, Klappboxen, Kindersitze für Auto oder Fahrrad ohne Stoffbezug und Gurte, Kinderspielzeug ohne Metalle und elektronische Bauteile.

Nicht angenommen werden Bodenbeläge und Teppiche, Artikel aus Hart- oder Weich-PVC, Plansch- und Schwimmbecken, Schwimmbadfolien, Bälle, Schlauchboote, Luftmatratzen, Gummimatten, Folien jeglicher Art, Fiberglas, Plexiglasprodukte, Reifen, Ski, Skischuhe, Snowboards, Skateboards, Rollerblades, WC-Deckel, Spülkästen oder Verbundmaterial. Sie gehören weiterhin in den Rest- oder Sperrmüll.
Weitere Beiträge zu den Themen: August 2015 (7425)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.