Rettungswagen für den Norden

Die Klinik Lindenlohe wird ab 1. Oktober neuer Standort für einen Rettungswagen. Das Bayerische Rote Kreuz und die Johanniter-Unfallhilfe haben sich für die Besetzung beworben. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
17.03.2015
22
0

Der Rettungsdienst weist im Bereich "Schwandorf Nord" eine Lücke auf. Noch. Sie soll bald geschlossen sein.

(rid) Die Mitglieder des "Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung" (ZRF) vergaben im nichtöffentlichen Teil ihrer gestrigen Sitzung im Landratsamt die Trägerschaft für den neuen Rettungswagen, der ab Oktober auf dem Gelände der Klinik Lindenlohe stationiert werden soll.

Wer den Zuschlag bekommen hat, verriet Verbandsvorsitzender Michael Cerny nicht. "Wir müssen erst die Einspruchsfrist abwarten, die dem unterlegenen Bewerber eingeräumt wird", begründete der Amberger Oberbürgermeister seine Schweigepflicht. Der Rettungsdienst im Landkreis Schwandorf ist derzeit ausnahmslos in der Hand des Bayerischen Roten Kreuzes. Doch jetzt will auch die Johanniter-Unfallhilfe in dieses Aufgabengebiet einsteigen. Dies gab Regionalvorsitzender Martin Steinkirchner bei der Versammlung des Ortsverbandes Schwandorf im Februar bekannt. Die Johanniter bewarben sich deshalb um die Besetzung des Rettungswagens am Krankenhausstandort Lindenlohe.

Drei Bewerbungen

ZRF-Geschäftsführer Andreas Dommer bestätigte nach der nichtöffentlichen Sitzung dann auch, "dass in Summe drei Bewerbungen vorlagen". Für zwei Standorte: Lindenlohe und Kastl bei Sulzbach-Rosenberg. Der Zweckverband ist zuständig für die Landkreise Schwandorf und Amberg-Sulzbach sowie für die Stadt Amberg. Die Notrufe gehen in der "Integrierten Leitstelle" in Amberg ein. "Einfach 112 wählen", rät Andreas Dommer allen, die Hilfe brauchen oder anderen helfen wollen. Rund 60 000 Einsätze fielen im vergangenen Jahr im Rettungsdienst und Krankentransport im Verbandsgebiet an. Der Zweckverband beschäftigt 34 Angestellte und drei Beamte und weist heuer einen Verwaltungshaushalt von drei Millionen und einen Vermögenshaushalt von 750 000 Euro auf. Die Verbandsräte verabschiedeten den Etat 2015 einstimmig. Auf den Landkreis Schwandorf kommt eine Umlage von 707 000 Euro zu, der Landkreis Amberg-Sulzbach steuert 510 000 Euro bei, und die Stadt Amberg bringt sich mit 205 000 Euro ein. Den Rest erhält der ZRF von den Krankenkassen und dem Freistaat.

Zum neuen organisatorischen Leiter der Sanitätseinsatzleitung im Zweckverband wurde zum 1. Februar 2015 Markus Popp (Amberg) bestellt. Vorsitzender Michael Cerny und seine beiden Stellvertreter Thomas Ebeling (Schwandorf) und Franz Birkl (Amberg-Sulzbach) überreichten ihm gestern die Ernennungsurkunde.
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.