Rückgang bei der Gewalt

Inspektionsleiter Armin Kott (Mitte) und sein Mitarbeiter Jürgen Wagner (links) legten Oberbürgermeister Andreas Feller die Kriminalstatistik und die Verkehrsunfallentwicklung 2014 vor. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
28.05.2015
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Die Sicherheitslage im Bereich der Schwandorfer Polizeiinspektion ist insgesamt gesehen zufriedenstellend. Beim Gespräch mit dem OB wurden Zahlen genannt. Erfreulich ist auch, dass es 2014 keinen Verkehrstoten gab.

"Bei den Wohnungseinbrüchen ist es momentan ruhig", sagt Armin Kott. Der Leiter der Polizeiinspektion Schwandorf will allerdings keine Entwarnung geben. "Das kann bald wieder anders aussehen". Beim Sicherheitsgespräch im Rathaus legte der Erste Polizeihauptkommissar für das Jahr 2014 überraschende Zahlen vor.

Die Prävention

15 Wohnungseinbrüche in Schwandorf, drei in Wackersdorf und einer in Steinberg am See: Für den PI-Leiter sind das keine alarmierenden Zahlen, wenngleich er weiß, "dass sich jeder Einbruch auf das Sicherheitsgefühl der Bürger auswirkt".

Ob die momentane Ruhe mit den polizeilichen Maßnahmen zusammenhängt, kann der Polizei-Chef nicht sagen. Er verteilt die zivile Sicherheitswacht auf die Schwerpunktbezirke Klardorf, Kronstetten und Fronberg, geht jeder Verdachtsmeldung der Bürger nach und forciert die Präventionsarbeit.

Die Zahl der gesamten Straftaten stieg im Bereich der Polizeiinspektion Schwandorf mit Wackersdorf und Steinberg am See um acht Prozent auf 1868 Fälle. Lediglich bei der Gewaltkriminalität verzeichnen die Gesetzeshüter einen leichten Rückgang. Einen Höchststand erreichte mit 286 Fällen dagegen der Bereich Straßenkriminalität. Darunter fallen Diebstähle im öffentlichen Bereich und Sachbeschädigungen. 179 Anzeigen gingen wegen Körperverletzung ein.

Ein Warnschuss

Für die hohe Aufklärungsquote von 96,5 Prozent hat Armin Kott eine einfache Erklärung: "Opfer und Täter kennen sich in den meisten Fällen". Bei den Sachbeschädigungen (147) liegt der Anteil der geklärten Fälle dagegen nur bei 29 Prozent. "Am meisten Sorgen bereiten mir derzeit die Diebstahlsdelikte", sagt der Leiter der Polizeiinspektion. Die Zuwachsraten liegen hier im zweistelligen Bereich. 117 Ladendiebe wurden überführt, 99 Fahrraddiebstähle gemeldet. Unter sonstige Straftaten (715) fallen Internetbetrug, Datenklau, Beleidigungen und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. Der spektakulärste Fall ereignete sich im Juli 2014, als ein Polizeibeamter einen Warnschuss abgab, weil einen Mann mit einem Messer auf ihn losging. Der Täter hatte zuvor seine Frau malträtiert. Er wurde kürzlich wegen Körperverletzung und Widerstand gegen einen Polizeibeamten zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.

Polizeihauptkommissar Jürgen Wagner legte die Verkehrsunfallstatistik 2014 mit insgesamt 933 Ereignissen vor. Es kam zu 149 Unfällen mit 213 Verletzten, aber keinen Toten. 14 Mal war Alkohol im Spiel. 100 Autofahrer mussten nach einer Trunkenheitsfahrt den Führerschein abgeben. 60 Mal waren Radfahrer betroffen. 155 Verkehrsteilnehmer entzogen sich durch Unfallflucht der Verantwortung. Geklärt wurden davon 57 Fälle.
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