Rund 50 Menschen mehr ohne Job als noch im Juni - Erfreulich: Viele Lehrlinge nach Abschluss ...
Trotz Anstiegs: Arbeitsmarkt weiter stabil

Lokales
Schwandorf
31.07.2015
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Die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk der Geschäftsstelle Schwandorf, der im Wesentlichen den Landkreis umfasst, stieg von Juni auf Juli leicht an: Um rund 50 Personen oder zwei Prozent. Mitte Juli waren im Bezirk der Hauptagentur rund 2290 Personen arbeitslos gemeldet, 180 Personen oder 8,3 Prozent mehr als im Juli des vergangenen Jahres. Das teilte die Agentur für Arbeit Schwandorf mit.

Die Arbeitslosenquote stieg von 3,0 Prozent im Juni auf 3,1 Prozent im Juli an. Im Juli des vergangenen Jahres lag die Quote bei 2,9 Prozent. Im Laufe des Berichtsmonats meldeten sich rund 750 Personen neu oder erneut arbeitslos, das waren knapp 70 Meldungen weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres. "Grundsätzlich sind die Arbeitsmarktverfassung und die Entwicklung der Beschäftigung im Landkreis Schwandorf weiterhin günstig. Mit nur leichtem Anstieg von Juni auf Juli geht der Arbeitsmarkt in die zweite Jahreshälfte. Erfreulicherweise abgeschwächt hat sich die Zunahme der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahresmonat. Hier hat dazu beigetragen, dass mehr junge Menschen nach Ende ihrer Ausbildung weiterbeschäftigt wurden und es nicht zum Eintritt von Arbeitslosigkeit kam. Die weitere Entwicklung des regionalen Arbeitsmarktes hängt nicht zuletzt auch von der Beschäftigungslage in der Automobil- und Zulieferbranche sowie dem Dienstleistungssektor ab", sagte der Leiter der Agentur für Arbeit, Joachim Ossmann.

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr betrifft vermehrt ausländische Arbeitsuchende. Die stärkste Gruppe sind jedoch nicht Flüchtlinge, sondern Menschen aus anderen europäischen Ländern, insbesondere aus Osteuropa, die bereits in der Region beschäftigt waren und ihre Stellen verloren haben. Die Agentur setzt für diesen Personenkreis entsprechend Instrumente ein, um die berufliche und sprachliche Integration zu fördern und die Arbeitslosigkeit zu beenden. Hier erstrecken sich die Integrationschancen oftmals auf Anlerntätigkeiten.

Für alle Arbeitsuchenden gilt: Fachkräfte treffen meist auf eine sehr hohe Arbeitgebernachfrage. Die Schwerpunkte liegen insbesondere im Bereich Produktion und Fertigung, Metallbearbeitung und Metallbau, kaufmännische Dienstleistungen und Handel, Gesundheit und Soziales sowie Transport und Logistik.

Die auf hohem Niveau liegende Nachfrage nach Arbeitskräften ging leicht zurück. Betriebe und Verwaltungen meldeten dem Schwandorfer Arbeitgeberservice seit Jahresbeginn rund 2800 sozialversicherungspflichtige Stellen neu zur Besetzung, rund 90 Angebote oder drei Prozent weniger als im vergleichbaren Zeitraum des vergangenen Jahres.
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