Säulen der Selbstverwaltung

Landrat Thomas Ebeling (hinten, Dritter von rechts) zeichnete Kommunalpolitiker für ihr Engagement aus. Die Dankurkunde erhielten (vorne, von links) Roland Hummel, Albert Meierhofer, Georg Amann, Dr. Thomas Brandl, Monika Kulzer, Bürgermeisterin Maria Steger, Kurt Mieschala, Werner Kuhn und Josef Kraupner sowie Albert Herzog (hinten, Zweiter von links). Den Geehrten gratulierten zweiter Bürgermeister Franz Brunner (Maxhütte-Haidhof; hinten von links), zweite Bürgermeisterin Ulrike Roidl (Schwandorf), Bürger
Lokales
Schwandorf
10.10.2014
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Stadträte müssen auch mal den Kopf hinhalten. "Mit Dank ist selten zu rechnen", sagte Thomas Ebeling in der Spitalkirche. Ganz ohne Lob sollen zehn langjährige Stadträte aber doch nicht ausgehen. Deshalb gab's vom Landrat Urkunden im Namen des Innenministers.

Drei Perioden, also 18 Jahre, muss in einem Stadt- oder Gemeinderat sitzen, wem die Kommunale Dankurkunde des Ministers zuerkannt werden soll. Eine stabile Demokratie funktioniere nur dank des ehrenamtlichen Einsatzes, der eben keine Selbstverständlichkeit sei, sagte der Landrat. Rund 700 Stadt- und Gemeinderäte tragen im Landkreis Verantwortung, behandeln Themen "von Abwasser bis Zeltlager", deshalb sei das Ehrenamt eines Ratsmitglieds keines wie jedes andere.

Auch wenn es selten ein Dankeschön gebe: Die Geehrten bewege die Überzeugung, der Allgemeinheit auch etwas geben zu wollen. Als Anerkennung könne die Zahl der Stimmen bei der Wiederwahl gewertet werden. Wer wie die Geehrten mindestens drei Mal in ein Gremium gewählt wird, "der kann "nicht alles falsch gemacht haben", sagte Ebeling, "im Gegenteil: Mit Ihrer Arbeit haben Sie Ihre Städte und Gemeinden nach vorne gebracht und damit nicht zuletzt auch den Landkreis Schwandorf". Er übergab an die Geehrten die Urkunden und ein kleines Präsent. Denjenigen, die weitere sechs Jahre "im Geschirr bleiben", wünschte der Landrat eine glückliche Hand bei ihren Entscheidungen.

Zweite Bürgermeisterin Ulrike Roidl dankte als "Hausherrin" für den Einsatz und gratulierte. Die Würdigung für die "kommunale Familie" übernahm der Nittenauer Bürgermeister Karl Bley, der die Bedeutung der kommunalen Selbstverwaltung hervorhob. Es sei nicht selbstverständlich, dass Bürger die Zukunft ihrer Orte selbst in die Hand nehmen können. "Sie sind die Säulen dieser Selbstverwaltung", sagte Bley.

Die Geehrten

Die kommunale Dankurkunde erhielten: Monika Kulzer (Nittenau), Stadträtin seit 1996, von 2008 bis 2014 dritte Bürgermeisterin; Maria Steger (Teublitz), Stadträtin seit 1996 und erste Bürgermeisterin seit 2008; Georg Amann (Maxhütte-Haidhof), Stadtrat seit 1996; Dr. Thomas Brandl (Teublitz), Stadtrat seit 1996, 2002 bis 2006 zweiter Bürgermeister, seit 2002 Kreisrat und Bezirksrat seit 2008; Albert Herzog (Nittenau), Stadtrat seit 1996; Roland Hummel (Nittenau), Stadtrat von 1996 bis 2014; Josef Kraupner (Teublitz), Stadtrat von 1996 bis 2014; Werner Kuhn (Schwandorf), Stadtrat von 1996 bis 2014; Albert Meierhofer (Nittenau), Stadtrat seit 11996, zweiter Bürgermeister seit 2014, Kreisrat von 2009 bis 2014; Kurt Mieschala (Schwandorf), Stadtrat seit 1996, zweiter Bürgermeister von 2002 bis 2008.
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