Salzstreuer im Standby-Modus

So heftig wie auf diesem Bild werden die Schneefälle am Wochenende bei uns wohl nicht ausfallen, aber es kann nasskalt, glatt und von Schnee überzuckert werden. Der Winterdienst ist jedenfalls vorbereitet. Archiv-Bild: Götz
Lokales
Schwandorf
21.11.2015
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Für dieses Wochenende kündigen die Meteorologen den schnellen Übergang vom bisher gefühlten Spätsommer in den Winter an. Das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach ist gerüstet.

(hfz/ihl) Die insgesamt sieben Straßenmeistereien betreuen rund 2000 Kilometer Bundes- und Staatsstraßen in den Landkreisen Amberg-Sulzbach, Schwandorf, Tirschenreuth sowie Neustadt a.d. Waldnaab (hier zusätzlich auch die Kreisstraßen). Hierfür stehen während der kalten Jahreszeit in den Straßenmeistereien insgesamt 71 mit Streumaschinen und Schneepflug ausgerüstete Winterdienstfahrzeuge bereit.

Die Lager sind mit insgesamt 23 500 Tonnen Streusalz gefüllt. Zusätzlich hat das Staatliche Bauamt in den angemieteten Zentrallagern in Schwarzenfeld und Kulmbach zusammen nochmals 29 000 Tonnen Salz eingelagert. Somit ist gewährleistet, dass auch in strengsten Wintern keine Nachlieferungen aus den weit entfernten Lagerstätten der Salzindustrie mehr notwendig werden, heißt es in einer Mitteilung.

Die Winterdienste warten aber nicht bis der erste Schnee auf der Fahrbahn liegt, sondern fahren bei zu erwartenden kritischen und wechselhaften Wetterlagen vorbeugende Einsätze. Damit soll Glätte gar nicht erst entstehen. 21 Glättemeldeanlagen an kritischen Straßenabschnitten messen fortlaufend die Boden-, Fahrbahn-, und Lufttemperatur. Sie senden bei entsprechenden Entwicklungen Warnmeldungen an die Winterdienste.

Ganz von Schnee und Eis befreite Straßen können bei anhaltendem Schneefall - allen Vorbereitungen zum Trotz - jedoch nicht erwartet werden, denn ein Winterdienstfahrzeug muss laut Bauamt eine Strecke von etwa 30 Kilometern von Schnee und Eis freihalten. Dafür benötigt es eine Umlaufzeit von mindestens zwei, aber auch bis zu drei Stunden.

Das Bauamt rät deshalb die Fahrzeuge mit Winterreifen auszurüsten, das Fahrverhalten der Witterung anzupassen und auch längere Fahrzeiten einzukalkulieren. (Hintergrund)
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