Sanierung des Caritas-Heims und des Pfarrsaals in Wiefelsdorf - Sichtsteine verschwinden
Erinnerung an Pfarrer Kleber

Die in die Fassade des Caritasheims Wiefelsdorf eingelassenen Sichtsteine werden bei der Sanierung weitgehend verschwinden. Bild: Götz
Lokales
Schwandorf
13.10.2015
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Rund um das "Caritas-Heim" in Wiefelsdorf laufen Sanierungsarbeiten. Das Westgebäude im Anschluss an den Saal ist von der Bildfläche verschwunden. Bei der nun laufenden Sanierung gilt es wegen der Nähe zum denkmalgeschützten Pfarrhof einiges zu beachten.

Im Bauausschuss erläuterte der ausführende Architekt Andreas Hottner die Arbeiten. Gegen den Abbruch des Westgebäudes gab es keine Einwände. Die vom Denkmalschutz ursprünglich für den Pfarrsaal geforderte Biberschwanzeindeckung würde eine erhebliche Verstärkung des Dachstuhls erfordern. Der Ausschuss billigte stattdessen ein Dach aus dunklen Platten. Ebenfalls zur Diskussion stand, ob die in den Fassaden des Caritas-Heims sowie des Saals eingelassenen Steine erhalten werden sollen. Der Ausschuss legte fest, dass diese Einfassung nur an den Eingangstüren zu erhalten ist. Der Granit-Sockel des Caritas-Heims bleibt. Das Gebäude ist nicht nur für das Ortsbild von Bedeutung, es erinnert auch an den Ortspfarrer Johann Nepomuk Kleber. Der engagierter Nazi-Gegner hatte den Bau des Caritas-Wohnheims für hilfsbedürftige Bürger aus eigener Tasche gestemmt. Der "Heimatstil" mit aufgesetzten Sichtsteinen ist dem Geschmack der Zeit geschuldet. Diese Sichtsteine in der Fassade werden verschwinden.
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