Schlechtreden gilt nicht

Die Leiterin des Tourismusbüros, Irene Duscher, geht nach 46 Dienstjahren bei der Stadt Ende April in Pension. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
26.02.2015
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Die Stadt kann auf ein attraktives Angebot in Sachen Kultur und Freizeit verweisen. Auch der zuständige Ausschuss überzeugte sich davon. Der Weihnachtsmarkt bleibt ein neuralgischer Punkt.

Nachdem sie die Berichte aus den Einrichtungen gehört hatten, zeigten sich die Mitglieder des Kulturausschusses bei ihrer Sitzung am Mittwoch fraktionsübergreifend beeindruckt von der hohen Qualität und der Vielfalt des Angebots. Deshalb kann es Stadträtin Sandra Gierl nicht verstehen, "dass Schwandorf so schlecht geredet wird". Sie will gemeinsam mit den Kulturschaffenden am Image arbeiten. Was die Stadt aufwerten würde, sei ein attraktiverer Weihnachtsmarkt, so der gemeinsame Konsens.

Zur "Marke" entwickeln

Doch den Stein des Weisen haben die Stadträte noch nicht gefunden. Ein "Interessenbekundungsverfahren" soll nun helfen, den Weihnachtsmarkt nachhaltig aufzuwerten und - wie es Stadtrat Andreas Weinmann formulierte - zu einer "Marke" zu entwickeln. Der Vertrag mit der "Stadtmaus Regensburg" ist nach drei Jahren ausgelaufen und soll nun neu ausgeschrieben werden. "Wir brauchen auf jeden Fall einen Partner", begründete Oberbürgermeister Andreas Feller das Verfahren. Das Wirtschaftsforum mit "Mr. Weihnachtsmarkt" Siegfried Donhauser an der Spitze sei einmal federführend gewesen, habe sich mittlerweile aber weitgehend ausgeklinkt.

Die Zusammenarbeit mit der "Stadtmaus" bezeichnete Kulturamtsleiterin Susanne Lehnfeld als "zufriedenstellend". Die Regensburger Eventagentur könne sich durchaus wieder bewerben. Für Oberbürgermeister Andreas Feller hat sich die Kooperation mit einem externen Veranstalter bewährt und soll fortgesetzt werden. Er kann sich allerdings auch noch "andere Varianten" vorstellen. In seiner Ausschreibung gibt das Kulturamt den Rahmen hinsichtlich der Dauer, der Ausstattung und des Angebots vor. Bis zum 17. April sollen die Bewerbungen dem Kulturamt vorliegen. Dann wird der Kulturausschuss darüber entscheiden, wer den nächsten Weihnachtsmarkt ausrichtet. Ausschussmitglied Kurt Mieschala schlug die Verlegung des Standortes auf den oberen Marktplatz vor. "Da bekommen wir Probleme mit der Sicherheit", warf der Oberbürgermeister ein. Für Rettungsfahrzeuge, hier vor allem die Feuerwehr, müsse eine ausreichend breite Zufahrt freigehalten werden. Andreas Feller will allerdings noch einmal Sachverständige hinzuziehen und die Lage peilen lassen. Als weiterer Standort wurden die historischen Felsenkeller ins Gespräch gebracht.

Keller keine Alternative

Für den Felsenkellerbeauftragter Werner Robold würde dieser Standort den Weihnachtsmarkt und das Image der Stadt "womöglich bundesweit" aufwerten. Er habe nur einen Haken: "Die Keller sind nur schwer zugänglich". Keine Frau mit Kinderwagen und kein Mensch mit körperlichem Handicap könne in die Keller hinabsteigen. "Wir haben das genau geprüft und den Gedanken wieder verworfen", betonte Werner Robold gegenüber den Mitgliedern des Kulturausschusses.

Zum letzten Mal erstattete Irene Duscher Bericht. Die Leiterin des Tourismusbüros geht nach 46 Jahren Dienst bei der Stadt Ende April in Pension. Sie war zunächst einige Jahre am Standesamt tätig, wechselte dann in die Pressestelle und arbeitet seit 1998 im Kulturamt. Dort ist sie stellvertretende Leiterin und seit der räumlichen Auslagerung Leiterin des Tourismusbüros. Ein Bericht mit der Bilanz der einzelnen Einrichtungen folgt.
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