Schlussstrich unter Bus-Problem

Bis zu 23 Busse bringen täglich binnen 40 Minuten Fahrschüler auf den Nabburger Schulberg. Um das gefährliche Nadelöhr am bisherigen Standort "Am Kastanienbaum" zu entschärfen, hat der Kreis ein Areal an der Kreisstraße SAD 28 für den Bau eines Busbahnhofs ausgewählt. Die Maßnahme soll noch in diesem Jahr über die Bühne gehen. Archivbild: Götz
Lokales
Schwandorf
26.02.2015
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Seit vielen Jahren ist der Bau eines Busbahnhofs beim Gymnasium in Nabburg geplant. Nun ist es soweit: Entlang der Kreisstraße SAD 28 entstehen acht Stellplätze für Busse. Die Maßnahme soll - nach Möglichkeit - noch heuer abgeschlossen werden.

Eigentlich war ein Standort an der Rotbühlstraße in Nabburg für den Busbahnhof ins Auge gefasst worden. Die Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern zogen sich über viele Jahre hin - und verliefen negativ. Als Lösungsvariante rückte dann ein städtisches Grundstück entlang der Kreisstraße SAD 28 in den Fokus. "Wir haben mehrere Standorte prüfen lassen, aber das war die einzig mögliche Alternative", sagte Franz-Xaver Detter vom Landratsamt gestern auf NT-Nachfrage.

Am Dienstag hatte er den Landkreis-Bauausschuss bei dessen Sitzung über die derzeit laufenden Hochbaumaßnahmen des Landkreises informiert. Für den Busbahnhof wurde demzufolge am 18. Februar der entsprechende Förderantrag gestellt. Detter schätzte, dass die Vergabe im Juli folgen wird, was eine Fertigstellung etwa im November möglich macht - "wenn die Witterung mitspielt". Die Maßnahme kostet groben Schätzungen zufolge rund 700 000 Euro. An Fördergeldern sind aus dem ÖPNV-Topf rund 50 Prozent zu erwarten.

Arbeiten im Zeitplan

Vorgesehen sind am Nabburger Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasium außerdem die Sanierung der Toilettenanlagen in Trakt I sowie die Erneuerung der Schließanlage. Die eigentlich geplante Installation einer Brandmeldeanlage wird wohl erst im kommenden Jahr zum Zug kommen, weil die Regierung zuvor noch ein Brandschutzkonzept fordert. Wie Detter dem Gremium weiter darlegte, verlaufen auch die Arbeiten an der größten Baustelle in der Landkreisgeschichte - dem Beruflichen Schulzentrum in Schwandorf - im Zeitplan. In diesem Jahr stehen der Abbruch des N-Baus sowie der Neubau im zweiten Bauabschnitt auf dem Programm. Für die Sanierung des Haupt- und Verbindungsbaus läuft die Planung. Der Förderantrag soll noch heuer gestellt werden.

Eine weitere Großbaustelle des Kreises ist die Sanierung des zweiten Trakts der Naabtal-Realschule in Nabburg. Vorgesehen sind heuer Dach- und Fassadenarbeiten sowie die Erneuerung der Fenster. Förderanträge wurden für die Lehrerzimmererweiterung an der Realschule in Neunburg vorm Wald sowie für den Ausbau der Maschinenhalle an der Berufsschule in Neunburg vorm Wald gestellt. Nachdem dort auch eine Brandmeldeanlage installiert werden soll, ist laut Regierung ebenfalls zunächst ein Brandschutzkonzept nötig. Eine Lautsprecheranlage mit Feueralarm wird in diesem Jahr an der Berufsschule in Nabburg eingebaut.

Am Landratsamt steht die Dachsanierung am Westflügel auf dem Programm. Für die Sanierung des Parkdecks läuft derzeit laut Detter eine zweite Ausschreibung.
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