Schnelles Netz kein Traum mehr

Zuversichtlich sind Christian Schmitz, stellvertretender Leiter des Breitbandzentrums, Engelbert Zollner, Leiter des Vermessungsamtes, Christiane Zürn, von der Genehmigungsbehörde, der Regierung der Oberpfalz, und Hans Prechtl, Bürgermeister und Sprecher des Landrats (von links) was den Breitbandausbau betrifft. Das Förderprogramm sei ideal und die Umsetzung klappe bestens. Bild: Götz
Lokales
Schwandorf
04.07.2015
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Der Breitbandausbau läuft. Das von Landrat Thomas Ebeling formulierte Ausbauziel "Hundert Prozent" im Landkreis ist erreichbar. Die Kommunen sind allerdings unterschiedlich weit. Unter den 33 Gemeinden gibt es einen "Klassenprimus".

Guteneck war 2014 Vorreiter beim neuen bayerischen Förderprogramm zum Breitbandausbau und geht als erste Gemeinde in das zweite Verfahren. Meist bleibt vom Erst- ein Förderbetrag für das Zweitverfahren übrig. "Guteneck bekommt mit der zweiten Rate einen hundertprozentigen Ausbau," sagt der Wirtschaftsförderer des Landkreises, Rudolf Reger. Am Freitagvormittag trafen sich Fachleute, Vertreter von Breitbandbüros, Bürgermeister und Breitbandpaten der Kommunen auf Einladung von Engelbert Zollner, Leiter des Nabburger Amtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, im Landratsamt zur Bestandsaufnahme.

Das Fazit nach einem Förderjahr stimmt beim Breitbandtag alle optimistisch. Der Breitbandmanager im Landkreis, Engelbert Zollner, sagt: "Der Landkreis Schwandorf ist mit dem bayerischen Förderprogramm ideal dran." Die praktische Umsetzung klappe bestens. Er redet bereits jetzt der FTTH-Lösung (Glasfaserkabel bis zum Haus) für Schulen mit vielen Downloads und Gewerbebetrieben mit vielen Uploads das Wort. Die kleinere Variante sei die FTTC-Lösung mit Glasfaser bis zum Kabelverzweiger.

Kassensturz 2016

Christian Schmitz, stellvertretender Leiter des Bayerischen Breitbandzentrums in Amberg, geht davon aus, dass die Gesamtsumme von 1,5 Milliarden bis 2018 nicht abgerufen werde, deshalb soll 2016 ein Kassensturz gemacht werden und sollen Lösungen zur Umverteilung erarbeitet werden. Der Stullner Bürgermeister Hans Prechtl spricht sich für eine vorausschauende Planung der Kommunen aus. Er nennt ein Beispiel: Beim Ausbau des Brensdorfer Weges werde neben Wasser- und Abwasserleitung in jedes Grundstück ein Glasfaserabzweig gelegt. Bei jedem Straßenneubau rät er, Glasfaser geeignete Leerrohre einzubauen.

Große Kunst

Eine große Kunst nannte Christiane Zürn von der Regierung der Oberpfalz das Festlegen des Planungsgebietes zur Markterkundung. Es sei "der größte Fehler nur Sahnestücke auszuschreiben" (Prechtl), "zu den Rosinen sollten auch die schlechten Früchtchen" (Zollner). Eine Mischkalkulation sei das Beste. Schmitz weiß: "Wer als Netzbetreiber jetzt einen Fuß in der Tür einer Gemeinde bekommt, ist auch in Zukunft drin." Der Ausbau ginge heuer erst los. Engpässe oder Preissprünge befürchte er frühestens nächstes Jahr. Aus Telekom-Kreisen hat Prechtl erfahren, dass diese sich Tiefbaukontingente gesichert habe.
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