Schulleiter Fritz Pawlick informiert am Gauß-Gymnasium über "Mittelstufe plus" - Ein Jahr ...
Schulzeit "pädagogisch sinnvoll verlängern"

Oberstudiendirektor Fritz Pawlick informierte die Eltern über die "Mittelstufe plus". Bild: rid
Lokales
Schwandorf
15.04.2015
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47 bayerische Gymnasien erproben ab kommendem Schuljahr die "Mittelstufe plus". Dazu gehört auch das Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium. "Wir empfinden dies als Auszeichnung", versicherte Oberstudiendirektor Fritz Pawlick bei einem Elternabend am Dienstag in der Aula der Schule. Er informierte die Erziehungsberechtigten über die Zugangsvoraussetzungen.

Die Mittelstufe umfasst die Klassen acht, neun und zehn. Das soll auch künftig "die Regel" bleiben, gibt Fritz Pawlick zu verstehen. Alternativ dazu biete seine Schule die Variante "plus" an. Diese Schüler durchlaufen die Mittelstufe in vier Jahren. Ziel sei es, so der Oberstudiendirektor, die Schulzeit "bei gleichbleibenden Lerninhalten pädagogisch sinnvoll" zu verlängern. Schüler der "Mittelstufe plus" werden lediglich in der 10. Klasse "einen Nachmittag haben" und gehen ansonsten Mittag nach Hause. Der Schulleiter verspricht den Schülern der "Mittelstufe plus" eine "stärkere individuelle Förderung in den Kernfächern".

Die Eltern müssen einen Antrag stellen und ihn auch begründen. Eine "schwierige persönliche Entwicklungsphase des Kindes", hoher außerschulischer Zeitaufwand bei "besonderen Begabungen" (Sportler oder Musiker) oder anstehende Auslandsaufenthalte seien "gute Gründe" so der Oberstudiendirektor. Aufgenommen würden aber auch freiwillige Rückkehrer aus der achten Jahrgangsstufe oder externe Zugänge von Schulen, die nicht für das Pilotprojekt ausgewählt worden sind.

Die rechtlichen Fragen seien mittlerweile geklärt, so der Oberstudiendirektor. Das Zeugnis der "mittleren Reife" gibt es erst nach der 10. Jahrgangsstufe oder nach der "neunten plus mit Zusatzprüfung".

Wer in der "Mittelstufe plus" das Klassenziel nicht erreiche, müsse auf jeden Fall an der Schule bleiben können. Gebe der "Spätzünder plötzlich Gas", könne er jederzeit in den Regelzug wechseln, betont der Schulleiter. Umgekehrt gehe es allerdings nicht. "Wer den Regelzug gewählt hat, muss dort auch bleiben".
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