Schweres Gerät im Müllbunker

Die Müllbunker am Müllkraftwerk müssen saniert werden. Die Arbeiten werden am Wochenende und nachts erledigt. Mit Lärmbelästigung müsse gerechnet werden, schreibt der ZMS. Bild: hfz
Lokales
Schwandorf
25.07.2015
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Über 30 Jahre Betrieb haben Spuren hinterlassen: An der Innenseite der Müllbunker-Wand beim Müllkraftwerk Schwandorf stehen in den nächsten Wochen größere Betonsanierungen an. Gearbeitet wird auch am Wochenende. Start ist heute.

Dazu werden auf dem Kraftwerksgelände auch schwere Geräte wie Autokräne, Hebebühnen, Betonspritzgerät oder Höchstdruckwasserstrahler, anrücken müssen, teilte der ZMS mit. Der beim Zweckverband Müllverwertung Schwandorf (ZMS) zuständige Projektleiter Josef Drexler hat mit seinem Team die Arbeiten, die an den nächsten sechs Wochenenden und zum Teil auch nachts vorgenommen werden müssen, generalstabsmäßig geplant.

"Da für die Arbeiten die Entladehallentore teilweise offen bleiben müssen, kann es zeitweise auch zu Lärmbelästigungen kommen", teilt der ZMS mit. Die größte auf dem deutschen Markt derzeit verfügbare Hebebühne musste geordert werden, um die aufwendigen Arbeiten an der Müllbunkerwand erledigen zu können. Der immer wieder an die Bunkerwand schlagende Müllgreifer hat die Substanz der Wand beschädigt. Deshalb muss nun zur Vermeidung größerer Schäden gehandelt werden. Mit mehr als 2000 bar Wasserdruck werden zunächst lose Betonteile von der Wand gestrahlt. Von der Hebebühne aus muss dann neue Masse aufgebracht werden. Schließlich wird in einem weiteren Schritt zum Schutz der sanierten Wand mit Autokränen eine sieben Tonnen schwere Holzbohlenwand eingesetzt. Die Sanierungsarbeiten können nur am Wochenende und in der Nacht laufen, da in dieser Zeit keine Waggon- und Straßenentladung stattfindet. Außerdem musste bei der zeitlichen Taktung darauf geachtet werden, dass relativ wenig Müll im Bunker ist.

Die Sanierungsmaßnahmen und deren Ablauf wurden bereits im Vorfeld mit der Gewerbeaufsicht bei der Regierung der Oberpfalz abgestimmt. Vorsorge getroffen hat auch die Werkfeuerwehr, die eine Rettung aus dem Müllbunker geübt hat. Insbesondere die Abstrahlarbeiten könnten zu Lärmbelästigung führen, schreibt der ZMS. Die an der Sanierung beteiligten Firmen, die überwiegend aus der Region kommen, würden sich aber bemühen, die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten. Die gesamte Maßnahme wird voraussichtlich gegen Ende August abgeschlossen sein. Der ZMS bittet wegen des Lärms um Verständnis.
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