Schwerpunktkontrollen der Polizei in der Volksfestwoche - Radler mit zwei Promille
Zwei Alkoholsünder erwischt

Lokales
Schwandorf
02.06.2015
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(ch/nt) Die Polizeiinspektion Schwandorf hat während der Volksfestwoche verstärkt Alkoholkontrollen vorgenommen. Ein Radler und ein Autofahrer mussten beanstandet werden, teilte der Sachbearbeiter Verkehr der PI, Polizeihauptkommissar Jürgen Wagner, mit.

Der Radfahrer wurde mit zwei Promille Alkohol im Blut erwischt. Gegen ihn folgt eine Anzeige, da die Grenze bei Radfahrern von 1,6 Promille deutlich überschritten wurde. Ein weiterer Verkehrsteilnehmer hatte "Glück im Unglück". Er wurde beim Autofahren direkt im Bereich des Volksfestes bei einer Routinekontrolle entdeckt. Ein nachfolgender Alkoholtest zeigte dann ein Ergebnis von 1,08 Promille an.

Knapp unter Grenze

Den Fahrer erwartet zwar nun eine Verkehrsordnungswidrigkeiten-Anzeige, die ihn 500 Euro Bußgeld und ein Monat Fahrverbot kostet. Es hätte aber auch schlimmer kommen können, weil die Grenze zum Vergehens-Tatbestand bei 1,10 Promille liegt. Bei Überschreiten dieser Grenze wäre die Fahrerlaubnis rund ein Jahr weg gewesen. Auch eine höhere Geldstrafe wäre fällig geworden.

Die Alkoholkontrollen waren Teil des Programms "Bayern mobil-sicher ans Ziel". Alkohol am Steuer gehört zu den häufigsten Unfallursachen. Im Jahr 2014 ereigneten sich im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion (Stadt Schwandorf sowie die Gemeinden Wackersdorf und Steinberg am See) 19 Verkehrsunfälle, bei denen Unfallbeteiligte alkoholisiert waren. Dabei wurden laut Wagner vier Personen schwer- und zehn Personen leicht verletzt.

93 Verdachtsfälle

Bei der PI wurde im vergangenen Jahr in 93 Fällen wegen Alkohol am Steuer ermittelt. 74 "folgenlose Trunkenheitsfahrten" - also ohne Verkehrsunfälle - wurden zur Anzeige gebracht.

19 Fahrer hatten das Glück, dass die Polizei schon vor dem geplanten Start zur Stelle war und diese Trunkenheitsfahrten unterband. "Unsere Verkehrsüberwachung rettet hier belegbar Leben. Sie ist ein wichtiger Bestandteil und Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit", resümiert der Hauptkommissar.
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