Sicher zur Haltestelle

Lokales
Schwandorf
08.10.2015
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Jetzt herrscht Ordnung auf der Wackersdorfer Straße und an den Einmündungen zur Senefelder und Sandstraße. Eine Ampelanlage regelt seit Mittwoch den Verkehr. Vor allem die Schüler der Konrad-Max-Kunz-Realschule sind dankbar. Sie können jetzt in aller Ruhe und gefahrlos die Fahrbahn überqueren.

Auf der Wackersdorfer Straße sind 760, auf der Senefelder Straße 130 und auf der Sandstraße durchschnittlich 75 Fahrzeuge pro Stunde unterwegs. Dazu kommen in Spitzenzeiten 320 Fußgängerquerungen pro Stunde. Im Kreuzungsbereich liegt auch die Bushaltestelle. Die Schüler erzwangen sich in der Vergangenheit regelmäßig das Vorrecht. Das klappte überraschend gut, sollte sich aber ändern. Dem Durcheinander setzte der Verkehrsausschuss mit dem Beschluss ein Ende, an dieser Stelle eine Lichtsignalanlage zu errichten und dafür 122.000 Euro auszugeben.

Dritte Bürgermeisterin Martina Englhardt-Kopf und Stadtbaumeister Roland Stehr erläuterten bei der Übergabe am Mittwoch das Konzept. Wer mit seinem Fahrzeug von der Senefelder Straße oder von der Sandstraße in die Wackersdorfer Straße einbiegen möchte, muss zunächst an der Ampel warten und bekommt nach einer gewissen Zeit grünes Licht. Eine in die Fahrbahn eingearbeitete Induktionsschleife leitet den Impuls weiter. Dann schalten die Ampeln in der Wackersdorfer Straße auf "Rot". Nähert sich kein Fahrzeug von der Seite, bleiben diese Ampeln dauerhaft auf "Grün".

Es sei denn, ein Fußgänger möchte die Fahrbahn überqueren. Wenn er den Knopf der Ampel gedrückt hat, bekommt er zeitnah das grüne Signal. Je nach Tages- und Nachtzeit verändert sich der Takt. Die meisten Schüler hielten sich am Donnerstag Mittag nach Schulschluss an die Regeln und warteten das grüne Licht ab, ehe sie zur Bushaltestelle hinübergingen. Die Stadt hatte im Vorfeld einen Sachverständigen mit der Untersuchung beauftragt. Der Experte kam zu dem Schluss, dass die Ampellösung keinen Rückstau in der Wackersdorfer Straße auslösen werde, denn spätestens 80 Sekunden nach einem Schaltvorgang sei die Kreuzung wieder geräumt.

Die Praxis wird nun zeigen, ob sich diese Prognose erfüllt. Gefordert ist auch die besondere Aufmerksamkeit der Kraftfahrer, die sich auch erst an die neue Ampel gewöhnen müssen.
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