So viele Jobs wie noch nie

Lokales
Schwandorf
27.01.2015
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So schön ist die mittlere Oberpfalz: Der Arbeitsmarkt in der Region läuft besser als im bayerischen Durchschnitt. Allen kritischen Rahmenbedingungen zum Trotz sank die Zahl der Menschen ohne Job im Bezirk der Agentur für Arbeit im vergangenen Jahr.

Besser könnte die Lage kaum sein: Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Schwandorf (Kreise Schwandorf, Amberg-Sulzbach und Cham sowie Stadt Amberg) lag 2014 mit 3,5 Prozent unter dem bayerischen Schnitt (3,8), das vierte Jahr in Folge. Der Ausblick ist positiv. "Sehr gut gelaufen" sei das vergangene Jahr, sagte Agenturchef Joachim Ossmann am Montag in einer Pressekonferenz. Dazu verzeichnete die Agentur einen neuen Rekord: 151 880 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte zählten die Statistiker zum Stichtag, 2,2 Prozent mehr als 2013.

Mehr Langzeitarbeitslose

Dennoch gibt es Statistiken, die die Agentur verbessern will: Die Zahl der Menschen, die schon ein Jahr oder länger ohne Arbeit sind, stieg gegenüber 2013 um 126 oder 7,6 Prozent auf 1778. Besonders häufig von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind Alleinerziehende, Schwerbehinderte und Ältere zwischen 55 und 60 Jahren. Alleinerziehenden soll der Wiedereinstieg in den Beruf erleichtert werden, deshalb hat die Agentur eine Wiedereinstiegs-Beratung installiert. "Die Mitarbeiter gehen nach draußen," erklärte Ossmann. Arbeitszeitmodelle und Möglichkeiten der Kinderbetreuung sind hier gefragt. Im Gesamtbezirk der Agentur waren im vergangenen Jahr im Schnitt 8190 Menschen ohne Arbeit. 4761 von ihnen bezogen Arbeitslosengeld 1; Leistungen nach "Hartz IV" bezogen demnach 3429 Menschen. Die Gesamtzahl verringerte sich gegenüber dem Jahr 2013 um 3,9 Prozent. Damit verzeichnete die Agentur den fünftbesten Wert in ganz Bayern. Im Schnitt blieb im Freistaat die Arbeitslosigkeit 2014 unverändert.

Knapp 5000 Zeitarbeiter

Erfreulich: Die Jugendarbeitslosigkeit (15 bis 25 Jahre) konnte zurück gedrängt werden. Die Zahl sank um 6,2 Prozent, am stärksten in den Kreisen Cham und Schwandorf. Gleichzeitig stieg die Zahl der älteren Menschen (über 55 Jahre), die ohne Job sind, gegen den Trend um 1,9 Prozent. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten hat in den vergangenen zehn Jahren eine beachtliche Entwicklung genommen. Zählten die Statistiker 2004 noch 127 321 Stellen, waren es zehn Jahre später 151 877. Knapp 5000 Menschen im Agenturbezirk sind als Zeitarbeiter beschäftigt. Der Anteil sei mit 3,2 Prozent zwar höher als im bayernweiten Schnitt (2,4), so Ossmann. Der Wert ist aber der Tatsache geschuldet, dass das verarbeitende Gewerbe im Agenturbezirk auch einen überproportional hohen Anteil hat. Die Zahl der geringfügig Beschäftigten stieg im vergangenen Jahr um 2,3 Prozent auf 38 064. (Hintergrund)
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