Solar-Investition lohnt sich

Die Gesellschafter der "Solardach GdbR Schwandorf" überreichten dem Vertreter des Netzwerks "Ingenieure ohne Grenzen", Stefan Krebs, einen Scheck über 500 Euro. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
10.09.2015
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Die Umwelt schonen und dabei Gewinne machen: Für die 34 Gesellschafter, die 2005 Anteile der "Solardach GdbR Schwandorf" gezeichnet haben, hat sich die Investition gelohnt. Zehn Jahre später sind sie in der Gewinnzone und können mit einer saftigen Rendite rechnen.

MdL Franz Schindler gehört zu den Gesellschaftern, die sich mit Beträgen zwischen 2000 und 50 000 Euro eingebracht haben. Bei der zwölften Gesellschafterversammlung im Schützenheim erinnerte er an die "Goldgräberstimmung" von damals. Das "Erneuerbare-Energien-Gesetz" (EEG) sicherte den Betreibern von Solaranlagen 20 Jahre lang 52 Cent pro Kilowattstunde zu.

"Gigantisches Gesetz"

Die GdbR-Vertreter unterzeichneten mit der Stadt Schwandorf einen Gestattungsvertrag und ließen auf dem Dach der Oberpfalzhalle 302 Module im Wert von 300 000 Euro installieren. "Seitdem haben wir 416 Tonnen CO2 eingespart, so viel wie ein 40 Hektar großer Wald absorbiert", hat Geschäftsführer Rudi Sommer hochgerechnet.

Zwei Ereignisse haben die Nerven der Anleger kurzzeitig strapaziert. Eon zahlte ein halbes Jahr lang keine Einspeisungsvergütung, und Schuld an den Rissen im Gebälk der Oberpfalzhalle sollten die Solarmodule haben. "Das stellte sich aber als falsch heraus", so der Geschäftsführer.

Er spricht beim EEG von einem "gigantischen Gesetz". Wie die politischen Entscheidungsträger die regenerativen Energien heute aber "ausbremsen", bezeichnete Rudi Sommer als "Trauerspiel". Er vermisst ein schlüssiges Konzept zur Nutzung nachhaltiger Rohstoffe. "Wir müssen die Ursachen des Klimawandels bekämpfen und den CO2-Ausstoß verringern", so die Forderung des Grünen-Politikers. Zum zehnjährigen Bestehen überreichten die Gesellschafter einen Scheck über 500 Euro an den Vertreter von "Ingenieure ohne Grenzen", Stefan Krebs.

Das Netzwerk besteht bundesweit aus 3000 Ingenieuren und Wissenschaftlern, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Technologien in Entwicklungsländer zu transferieren. In der Versammlung stellte Stefan Krebs eine "Kleinst-Wasserturbine" zur Stromerzeugung für Privathaushalte in der Dritten Welt vor.
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