"Sonntagsdichter" seit 20 Jahren kreativ - "Erlaubt ist, was gefällt" - Sieben Akteure lesen ...
Individuell und witzig als bunte Mischung

"Bunt gemischt". Unter dieses Motto stellten die "Sonntagsdichter" Lisa Neumeier, Michael Kerl, Angela Göth, Alfons Treu, Ingeborg Baier, Gesine Jaehnert und Fritz Buchfink (von links) ihre Lesung. Sitzend Musiker Günter Schmid. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
27.05.2015
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"Ich bin Divergentist". Michael Kerl aus Roding stellt sich den Zuhörern als Schauspieler, Sänger, Maler und Schriftsteller vor. Ein Mensch mit kreativen Ideen eben. Er ist Mitglied bei den "Sonntagsdichtern", die in den Räumen der Sparkasse ihr Programm "Bunt gemischt" vorstellten.

Mit "Spielsucht" überschreibt Michael Kerl den verzweifelten Kampf eines Menschen, der sich von den Zwängen befreien möchte. Er weiß, "dass er gegen die Bank nicht gewinnen kann". Um von der Sucht los zukommen, erfordere es Charakterstärke und helfende Hände. Eine Gemeinschaft aus kreativen Individualisten nennt Sparkassendirektor Wilfried Bühner die "Sonntagsdichter", die zu einem festen Bestandteil im kulturellen Leben der Stadt geworden seien. "Erlaubt ist, was gefällt". Dieses Motto gab sich der Literaturkreis bei seiner Gründung vor 20 Jahren.

Witzig und originell

Sprecherin Ingeborg Baier ist seit Anfang an mit dabei und stolz, "dass in dieser Zeit jeder Autor seine spezifische Art pflegen und verfeinern konnte". Die Individualität spiegelte sich auch in den Beiträgen der sieben Autoren wider, die tiefgründige, witzige und originelle Gedichte und Prosastücke vorstellten. Frisch aus dem Urlaub zurück, schwärmt Fritz Buchfink von der "Wellness überall". Lisa Neumeier beobachtet "Die wilde Alte", die sich auf das Motorrad schwingt und ruft: "Die letzte Reise buche ich später".

Im Kreise ihrer Familie findet Angela Göth genügend "Stoff" für heitere und hintergründige Erzählungen. Mit dem unerschöpflichen Thema "Namen" hat sich Alfons Treu befasst. Die in der DDR aufgewachsene Gesine Jaehnert erinnert sich an die deutsch-deutsche Vergangenheit, und auch Ingeborg Baier schwelgt in Jugenderinnerungen. Musikalisch ließen sich die Sonntagsdichter erneut vom Akkordeon-Solisten Günter Schmid begleiten.
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