Sozialdienst bittet Oberbürgermeister Andreas Feller um Unterstützung für die Spielstube
Finanzierung weiter kein Kinderspiel

Oberbürgermeister Andreas Feller informierte sich am Donnerstag in der "Spielstube" und sagte den Verantwortlichen des "Sozialdienstes katholischer Frauen" seine Unterstützung zu. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
21.01.2015
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Seit Jahren ist die Finanzierung der "Spielstube" des "Sozialdienstes katholischer Frauen" in der Klosterstraße auf Kante genäht. Jetzt richtete SkF-Vorsitzende Hermine Rodde erneut einen Hilferuf an die Stadt und erläuterte Oberbürgermeister Andreas Feller bei dessen Besuch die Situation. Trotz des ehrenamtlichen Engagements fielen im Jahr 16 000 Euro an Personal- sowie weitere 3000 Euro an Miet- und Nebenkosten an, die sich mit Spenden, den Elternbeiträgen und dem Zuschuss der Stadt in Höhe von 5000 Euro jährlich nicht decken ließen, so die Vorsitzende.

Zuschuss bleibt

"Wir überlegen uns jedes Jahr aufs Neue, ob wir nicht zusperren", machte Hermine Rodde den Ernst der Lage deutlich. Das Spendenaufkommen sei zuletzt drastisch zurückgegangen und verschärfe die Situation zunehmend. Den städtischen Zuschuss will der Oberbürgermeister nicht erhöhen. Dafür aber möchte er die Spendenbereitschaft der Geschäftsleute und Ärzte der Innenstadt aktivieren. Die Ergebnisse einer Elternbefragung sollen seinen Appell mit Zahlen untermauern. "Wie nutzen die Eltern die Zeit, in denen sie ihr Kind in der Spielstube geben?" so die Frage. Zum Einkaufen, zu einem Arztbesuch oder anderweitig? "Wer von der Spielstube profitiert, sollte sich auch an deren Finanzierung beteiligen", ist die Meinung des Oberbürgermeisters. Die Betreuungseinrichtung nimmt Kinder ab einem Jahr bis zu vier Jahren gegen einen Kostenbeitrag von 4 Euro auf und betreut sie.

15 Ehrenamtliche

Die hauptamtliche Erzieherin Rosemarie Lingl singt, spielt und bastelt mit den Kindern jeweils am Vormittag von 9 bis 12 und zusätzlich am Donnerstag von 14 bis 17 Uhr. Leiterin Irene Mann hat mittlerweile einen Stamm von 15 Ehrenamtlichen, die sich in die Betreuung einbinden lassen. Im Schnitt sind es täglich zwölf Kinder, die die Eltern in der Spielstube zur Betreuung abgeben.
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