Soziales Netz fängt alle auf

Lokales
Schwandorf
06.12.2014
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Für Asylbewerber-Kinder besteht der gleiche Anspruch wie für Deutsche. Für sie zahlt der Landkreis den Besuch von Tagesstätten, sofern die Eltern dazu nicht in der Lage sind.

Mit dem Thema befasste sich der Jugendhilfeausschuss. Wobei er keinen Spielraum mehr hatte. Denn der Staat hatte dem Kreis bereits kurz vor der Sitzung mitgeteilt, dass es keine Rolle spielt, welcher Nationalität die betreffenden Kinder sind. Haben sie ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Landkreis und können die Eltern nicht für den Betreuungsaufwand aufkommen, so muss der Landkreis in die Bresche springen und die Gebühren übernehmen. Das gilt für Plätze in Krippen, Kindergärten und Tagespflege, nicht aber für Schülerhorte.

Zum Monatsende des Novembers lebten 59 Asylbewerber-Kinder im Alter bis zu sechs Jahren im Landkreis. Für sie steht der Kreis ab 2015 in der Verpflichtung. Für das laufende Jahr übernimmt er den stundenweisen Besuch eines Hortes als freiwillige Leistung.

Im Laufe einer kurzen Diskussion regte Kreisrätin Dr. Susanne Plank (CSU) an, auch die Mittagsbetreuung einzubeziehen. Diesen Vorschlag begrüßte Ulrike Roidl im Namen der SPD-Fraktion. Landrat Thomas Ebeling (CSU) warf die Frage auf, ob es wirklich das richtige Signal wäre, Flüchtlingskinder besser zu stellen. Schließlich sah man davon ab.

Lehrstellen zur Auswahl

In der Sitzung berichtete Gerlinde Beck über die aktuelle Ausbildungs- und Arbeitsplatzsituation bei Jugendlichen und Schulabgängern. Die Vertreterin der Agentur für Arbeit ließ wissen, dass heuer 1427 Lehrstellen im Landkreis gemeldet waten, darauf allerdings nur 897 Bewerber entfielen. Die Relation (100 Stellen für 63 Bewerber) habe sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. Rund 80 Prozent bekamen einen Platz, 12,8 Prozent gingen weiter zur Schule oder zum Studium, 5,7 Prozent machten keine Angabe und der Rest kam in einer Fördermaßnahme oder einem Sozialen Jahr unter.

Nahezu gleich blieb die Jugendarbeitslosigkeit. Heuer waren Ende November 267 der 15- bis 25-Jährigen auf der Suche, letztes Jahr waren es zum gleichen Zeitpunkt 268.
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