Sozialministerin Emilia Müller übergibt Bundesverdienstkreuze für langjähriges, ehrenamtliches ...
Hohe Ehren für Elfriede Bösl und Heinz Süß

Bayerns Sozialministerin Emilia Müller (auf den Bildern jeweils rechts) verlieh am Freitag das Verdienstkreuz am Bande an Elfriede Bösl (linkes Bild, links) und an Heinz Süß (rechts Bild, links) Bilder: hfz (2) /Gert Krautbauer
Lokales
Schwandorf
19.10.2015
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(ch/nt) Sozialministerin Emilia Müller zeichnete am Freitag mit Elfriede Bösl und Heinz Süß zwei Persönlichkeiten mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande aus, die sich seit Jahrzehnten ehrenamtlich engagieren. Elfriede Bösl pflegt seit Jahren ihre hilfsbedürftige Schwester, Heinz Süß widmet sich der Arbeit in der Kolpingfamilie. Zur Verleihung waren beide ins Sozialministerium nach München geladen.

Heinz Süß wurden bereits 1999 mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. "Seitdem haben Sie Ihr Wirken im gesellschaftlichen sowie sozialen Bereich nicht nur fortgesetzt, sondern sogar ausgebaut", sagte die Ministerin in ihrer Laudatio. Schon seit Jugendtagen gehört Süß der Kolpingfamilie Schwandorf an. Viele Jahre war er Vorsitzender. 1995 legte Süß das Amt nieder, wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

"Wie kein anderer haben Sie das Bild der Kolpingfamilie Schwandorf mitgestaltet und geprägt. Ihre Intention ist es dabei immer gewesen, die Mitglieder zum tatkräftigen Einsatz in der Familie und der Gesellschaft zu motivieren - ganz dem christlichen Menschenbild entsprechend", sagte Müller. Sie erinnerte an die von Süß mitinitiierte Altkleider- und Papiersammlung in Schwandorf. Die Erlöse kommen ausschließlich karitativen und humanitären Einrichtungen zugute. "Dank Ihres hohen persönlichen Einsatzes konnte sich der Dachverband der Kolpingfamilie Regensburg zu einem der stärksten Verbände im Bundesgebiet entwickeln. Insbesondere der hohe Anteil an Jugendlichen spricht für dessen Attraktivität", stellte die Ministerin heraus.

Neben seinem Wirken für die Kolpingfamilie wurde Süß 2009 vom damaligen Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller zum Diözesanpastoralrat berufen. "In diesem Beratungsgremium, welches die seelsorglichen Tätigkeiten und Belange der Diözese untersucht, sind Sie als kompetentes Mitglied sehr geschätzt", sagte Ministerin Müller.

Elfriede Bösl pflegt seit vielen Jahren ihre hilfsbedürftige Schwester Erna. Aufgrund ihrer Schwerbehinderung ist sie bei den alltäglichen Dingen stets auf Unterstützung angewiesen. "Der Spagat zwischen der täglichen Pflege Ihrer Schwester und Ihrem Alltag erfordert ein hohes Maß an Kraft und Geduld. Neben der aufopferungsvollen Sorge um Ihre Schwester, haben Sie sich auch über viele Jahre hinweg um Ihre ebenfalls pflegebedürftige Mutter gekümmert", rief die Ministerin in Erinnerung. "Ihre außerordentliche Pflegeleistung ist Ausdruck gelebter Nächstenliebe. Sie ermöglichen es Ihrer Schwester Erna damit, in ihrer gewohnten und vertrauten Umgebung zu verbleiben," hob Emilia Müller heraus. "Wie mir scheint, schöpfen Sie diese Kraft unter anderem aus Ihrem Hobby, dem Singen. Seit fast vier Jahrzehnten gehören Sie dem Sängerbund 1861 Schwandorf e.V. an und engagieren sich dort mit großer Leidenschaft", sagte die Ministerin.

Das Bundesverdienstkreuz am Bande wird vom Bundespräsidenten verliehen. In seinem Namen übergab die Sozialministerin die Auszeichnungen an die beiden Schwandorfer, verbunden mit den besten Wünschen.
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