Spatzen singen für die Orgel

Mit ihren wohltuend angenehmen Stimmen erzählten die Domspatzen die Weihnachtsgeschichte auf "bairisch".
Lokales
Schwandorf
30.11.2015
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Das Konzert der Regensburger Domspatzen wird noch lange nachklingen, bei den 450 Besuchern in der Ettmannsdorfer Pfarrkirche ebenso wie bei den Organisatoren.

Die wohlklingenden Stimmen des Nachwuchschores erzählten die Weihnachtsgeschichte auf "bairisch". Pünktlich zum ersten Advent verkündeten die Sänger, Instrumentalisten und Hirten die frohe Botschaft.

Musikalische Brücken

Mit dem alpenländischen Volkslied "Jetzt fangen wir zum Singen an" stieg der 50-köpfige Chor unter der Leitung von Karl-Heinz Liebl in das 90-minütige Programm ein. Die Sänger weckten bei den Zuhörern Erinnerungen an die Kindheit, an die Wärme und die Geborgenheit in der Familie zu Weihnachten. Die Solisten an Harfe und Hackbrett schlugen die musikalische Brücke zwischen den Liedern. Mit seiner wohltuend angenehmen Stimme führte Sprecher Jürgen Hiermeier durch das Programm.

Zwischen den Klassikern "Maria durch den Dornwald ging" und "Kommt, ihr Hirten, auf dem Feld" bewiesen die Nachwuchssänger auch ihr schauspielerisches Können. Als Hirten verkleidet vernahmen sie die Kunde der Engel. Es folgten Duette mit Harfenbegleitung: "Still, still, still" und "Gegrüßt seist du, Maria". Mit dem Wunsch nach einer "seligen, gnadenbringenden Weihnachtszeit" ließen die Knaben und jungen Männer das Konzert ausklingen. Die Zuhörer bedankten sich für die Aufführung mit stehenden Ovationen. Der Erlös der Veranstaltung fließt in den Spendentopf, aus dem heraus die Sanierung der Orgel finanziert werden soll. Stefan Wenisch, Vorsitzender des Kirchbauvereins, rechnet nach Abzug der Kosten mit einem Betrag von 3000 Euro.

103.000 Euro gesammelt

Damit wird sich der Kontostand auf 103 000 Euro erhöhen. Die Renovierung der Kirchenorgel wird mit etwa 250 000 Euro zu Buche schlagen. Stefan Wenisch erwartet einen Zuschuss der Diözese. "Ich gehe davon aus, dass wir im nächsten Jahr mit der Renovierung beginnen können", sagte Wenisch. Der Vorsitzende des Kirchbauvereins und Pfarrer Albert Hagen bedankten sich bei den Helfern aus der Pfarrei und vor allem bei den Sponsoren, die die Gage für den Chor übernommen hatten. Die Sänger trafen am Sonntag gegen 14 Uhr ein und probten anschließend eine Stunde lang in der Kirche. Während die Besucher anschließend ihre Plätze einnahmen, waren die Musiker im Pfarrheim zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Nach dem Konzert gab es auch noch ein Abendessen: Leberkäs mit Kartoffelsalat.
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