SPD will Basisarbeit forcieren

MdB Marianne Schieder (sitzend, Zweite von rechts) bleibt an der Spitze des SPD-Unterbezirks Schwandorf-Cham. Ihr zur Seite stehen Franz Brunner und Evi Thanheiser (rechts und links daneben). Bezirksvorsitzender MdL Franz Schindler (Zweiter von rechts) gratulierte zur Wahl ins neue Führungsgremium. Bild: Mayer
Lokales
Schwandorf
19.01.2015
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Wenn nichts dazwischen kommt, sind die nächsten Jahre "wahlfrei". Diese Zeit will die SPD für eine Optimierung ihrer Strukturen vor Ort nutzen und einen intensiveren Kontakt mit den Menschen pflegen. Auch auf Unterbezirksebene soll das mit dem neu gewählten Vorstand so sein.

Dass der Unterbezirksparteitag der SPD im Lindenhof in Hetzenbach-Zell (Landkreis Cham) stattfand, sollte Symbolcharakter haben. Hier gibt es zwar keinen Ortsverein, doch laut Peter Schmid, Vorsitzender des Ortsvereins Rossbach-Wald, könne die SPD auch im "schwarzen Landkreis Cham durchaus punkten", wie das Ergebnis der Kommunalwahl in seinem Heimatort gezeigt habe.

Der Chamer SPD-Kreisvorsitzende Edi Hochmuth streifte einen anderen Aspekt: "Wir brauchen hier keine Pegida." Bedauerlich sei, dass es im Landkreis bislang noch ein einziges Windrad gebe. Bezirksvorsitzender MdL Franz Schindler wertete den guten Besuch des Parteitages als positives Zeichen. "Die Welt ist aus den Fugen geraten, die Stabilität in Europa stimmt augenscheinlich nicht mehr", nahm er Bezug auf den Schwerpunkt der Versammlung, Viele hätten ein "ungutes Gefühl" angesichts der zahlreichen weltweiten Krisen, die immer mehr Menschen in die Flucht trieben. Jetzt müsse es für den Staat und die Politik Grundpflicht sein dafür zu sorgen, dass sich die Bürger sicher fühlten, ohne Verlust der Freiheit. Dass es Pegida gebe, habe auch etwas mit Entpolitisierung zu tun. Daher müsse das Augenmerk verstärkt auf die Aufklärung gelegt werden, um der "absurden Angst vor der Islamisierung des Abendlandes" sei zu begegnen, so der Sprecher.

Erfolge und Verluste

Mit einem kurzen Rückblick auf die Kommunalwahl begann MdL Marianne Schieder ihren Rechenschaftsbericht. Den Erfolgen mit Bürgermeisterämtern wie in Nabburg, Nittenau oder Steinberg am See stünden schmerzliche Verluste (Landkreis und Stadt Schwandorf) gegenüber. Die Vorsitzende sah dennoch keinen Grund, "die Flinte ins Korn zu werfen". Die SPD müsse zwar gegen die Überalterung kämpfen, zudem seien 95 Mitglieder im vergangenen Jahr verstorben. Dennoch mache der Zulauf junger Leute Mut, wie beispielsweise im Städtedreieck.

Der Blick müsse sich nun verstärkt auf die Belange der Menschen vor der Haustüre richten. Begonnen habe man dies mit Aktionen wie "Fraktion vor Ort", dem Ehrenamtsempfang und Veranstaltungen zur Strategien gegen Rechts und die Drogenproblematik, an der Grenze. Schieder ermunterte dazu, den Kontakt zu den Abgeordneten zu halten und sprach von einer "insgesamt positiven Bilanz".

Den Kassenbericht gab die Schwandorfer Kreisvorsitzende Evi Thanheiser für den krankheitsbedingt verhinderten Helmut Butz. Revisorin Hilde Gerl bescheinigte eine saubere Führung der Finanzgeschäfte. MdL Angelika Weikert aus Nürnberg befasste sich vor der Neuwahl des Vorstands in ihrem Referat mit der Willkommenskultur für Flüchtlinge und Asylbewerber". Darüber werden wir noch berichten.
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