Sportlicher Breitband-Plan

Glasfaserkabel sorgen für hohe Bandbreite bei der Datenübertragung. Die Stadt treibt den Ausbau voran, in drei Jahren sollen alle Stadtteile versorgt sein. Dazu wird auch die Zusammenarbeit mit Wackersdorf gesucht. Archivbild: rid
Lokales
Schwandorf
16.12.2014
2
0

Drei Jahre hat sich das Rathaus als Ziel gesetzt. Dann soll die Stadt komplett mit schnellem Internet versorgt sein. Durch eine Zusammenarbeit mit Wackersdorf könnte es sogar zusätzliches Geld vom Freistaat geben.

Die Nachricht, dass die "Telekom" in Eigenregie Teile des Breitbandnetzes in der Kreisstadt ausbauen wird, dürfte die Aufgabe für die Stadt erheblich erleichtern, wurde am Montag im Stadtrat klar. Bislang kalkulierte die Verwaltung für den Ausbau mit Kosten von bis zu 8 Millionen Euro. Die Stadt hätte für die Finanzierung Jahre gebraucht.

Nun rechnet Breitbandpatin Maria Schuierer von der Wirtschaftsförderung im Rathaus noch mit einem städtischen Eigenanteil von etwa 2 Millionen. 830 000 Euro sind als Zuschuss vom Freistaat in Sicht. Und dazu noch einmal 50 000 Euro, weil der Stadtrat einstimmig die Zusammenarbeit mit der Nachbarkommune Wackersdorf beschlossen hat, die in Stadtteilen wie Imstetten zum Tragen kommen würde. Einigen sich Kommunen, legt der Freistaat nämlich diese Summe drauf, erläuterte Schuierer. Der Wackersdorfer Gemeinderat hat die Zusammenarbeit bereits gebilligt. Mehrere Nachfragen aus dem Gremium zielten auf den genauen Zeitplan. Genaueres als die geplanten drei Jahre konnte Schuierer noch nicht sagen. Das relativ komplizierte Verwaltungs- und Planungsverfahren läuft. "Viele Bürger wären ja schon zufrieden, wenn Sie ungefähr wüssten, wann der schnelle Anschluss kommt", sagte Marion Juniec-Möller. Schuierer und OB Andreas Feller sagten zu, Informationen schnellstmöglich bekannt zu geben.

Den Stadtrat wird es auf absehbare Zeit nicht "live" im Internet geben. Die ÖDP hatte die Übertragung beantragt, fand aber nur Mitstreiter in der SPD-Fraktion und bei den Grünen. CSU, UW und FW lehnten wie schon im Hauptausschuss das Vorhaben ab. Die Kosten von etwa 12 000 Euro pro Jahr und die Tatsache, dass Sitzungen ohnehin öffentlich zugänglich sind, wurden als Gegenargumente genannt.

Wenn dann alle Schwandorfer mit schnellem Internet versorgt sind, könnte der Rat einen neuen Versuch starten. Bei den momentanen Bandbreiten hätten viele Bürger ohnehin eher Klötzchen-Bilder denn einen vernünftigen Live-Stream gesehen. Die Geschäftsordnung für den Stadtrat wurde mit den vom Hauptausschuss bebilligten Änderungen einstimmig beschlossen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Dezember 2014 (1863)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.