Sprachpaten gesucht

OB Andreas Feller, Sprachpatin Therese Reichhart-Gruber sowie die Asyl-Beauftragten Doris Dürr und Irene Duscher (von links) werben für das Amt des Sprachpaten. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
18.08.2015
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320 Asylbewerber leben aktuell in der Stadt. Für sie sucht die "Lernende Region" dringend "Sprachpaten". Eine wie Therese Reichhart-Gruber, die sich gleich um mehrere Flüchtlingsfamilien kümmert und dem Oberbürgermeister über ihre Arbeit berichtete.

Auch wenn sie der "Papierkrieg mit den Behörden manchmal nervt", überwiegt bei Therese Reichhart-Gruber doch die Freude und die Genugtuung, den Menschen in ihrer Not helfen zu können. Bei der Einschulung der Kinder, der Vermittlung einer Schwangerenberatung oder beim Erlernen der deutschen Sprache. All die Mühen nimmt sie gerne auf sich, denn: "Es kommt so viel zurück".

Kein Staatsexamen

Doris Dürr, die für die "Lernende Region" Sprachpaten vermittelt, wirbt für dieses Ehrenamt und möchte Menschen, die gerne helfen wollen, die Angst vor Überforderung nehmen. Der Zeit- und Arbeitsaufwand halte sich durchaus Grenzen. Und die Qualifikation?

"Mit Sicherheit kein Staatsexamen als Deutschlehrer", erklärt Doris Dürr, auch wenn unter den derzeit 85 Sprachpaten im Landkreis "relativ viele pensionierte Lehrer" sind. Viel wichtiger sei die Freude im Umgang mit Menschen, Offenheit für andere Kulturen und Geduld.

Therese Reichhardt-Gruber stieg vor einem Jahr ein. Ihr wurde eine syrische Familie anvertraut. Der Anfang war nicht leicht: "Zum Glück sprach die Frau ein wenig Englisch". Nach und nach brachte sie der Familie Deutsch bei. "Sprache" sei aber nicht alles, erzählt die Patin. Es gebe manchmal Wichtigeres: Die Kinder in der Schule oder im Kindergarten anmelden, Behördenformulare ausfüllen, Arzttermine vereinbaren.

Und so rutschte Therese Reichhardt-Gruber allmählich in die Rolle einer Betreuerin für alle möglichen Belange einer Flüchtlingsfamilie hinein. Vier bis fünf Stunden pro Woche ist sie gefordert. Ihr Fazit: "Ich find's ganz toll".

Ansprechpartner

Wer sich für diese Tätigkeit interessiert, soll mit der "Lernenden Region" (Doris Dürr, Telefon 0 94 71 / 30 68 20 oder info@freiwillig-sad.de) Kontakt aufnehmen.
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