Sprungbrett zur Hochschule

Der neue Zweig "Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnik" ist sehr praxisorientiert. Die Schüler beschäftigen sich mit Genetik, den Stoffwechselvorgänge, der Ernährung, der Ökologie und der Biotechnologie. Am "Tag der offenen Tür" (Bild) konnten Interessenten die Ausstattung schon einmal testen. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
21.01.2015
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Nach dem Scheitern im vergangenen Jahr möchte die Leitung der Beruflichen Oberschule die Werbung für den neuen Zweig "Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnik" auf breitere Beine stellen. Erste Signale stimmen stellvertretenden Schulleiter Dr. Michael Völkl zuversichtlich.

Die Schule hat bereits in mehreren Info-Veranstaltungen auf das zusätzliche Angebot hingewiesen. Gestern holten nun Schulleiter Ralf Bormann und sein Stellvertreter Dr. Michael Völkl weitere Zugpferde aus Politik und Wirtschaft hinzu. "30 Prozent der bisherigen Online-Anmeldungen beziehen sich auf den neuen Zweig", hat Dr. Völkl den Eingängen entnommen. So richtig ernst wird es allerdings erst Ende Februar, wenn sich die Schüler konkret anmelden müssen.

Beste Ausstattung

50 Bewerber sollten es für die neue Sparte schon sein, dann seien die notwendigen zwei Klassen der Fachoberschule gesichert, betonte Dr. Michael Völkl. Eine weitere Klasse an der Berufsoberschule sei eine zusätzliche Option. Oberstudiendirektor Ralf Bormann will die Berufliche Oberschule verstärkt "naturwissenschaftlich" ausrichten und betont: "Wir brauchen in der Region hochqualifizierte Fachkräfte".

Für Landrat Thomas Ebeling habe der Landkreis mit dem Neubau die räumlichen Voraussetzungen für eine bestmögliche Ausbildung geschaffen. Professor Dr. Ing. Werner Prell von der Technischen Hochschule Amberg-Weiden prophezeit den Abiturienten und späteren Studenten eine rosige Zukunft, wenn er feststellt: "Unsere Absolventen sind in kürzester Zeit auf dem Arbeitsmarkt verteilt". Die Pressesprecherin der Schmack Biogas GmbH, Petra Krayl, wies auf das zunehmende Exportgeschäft der Viessmann-Tochter hin und betonte: "Unsere Mitarbeiter brauchen nicht nur fachliche, sondern auch sprachliche und interkulturelle Kompetenz".

Dies bestätigte auch die Vertreterin des Biogasanlagen-Herstellers, Carola Bayer-Lange, die sich "bodenständige" Auszubildende wünscht, die bereit seien, "sich nach außen zu öffnen und den Horizont zu erweitern". Die Berufliche Oberschule hat knapp 500 Schüler und über 40 Lehrer und erwartet mit der Erweiterung neuerlichen Zuwachs. "Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnik" sei ist ein Ausbildungszweig mit hohem Praxisanteil, betont Biologie- und Chemielehrerin Daniela Zeitler. Wer ihn wähle, könne später in chemischen, umwelttechnischen, medizinischen oder auch verwaltungstechnischen Berufen arbeiten. Stellvertretender Schulleiter Dr. Michael Völkl will die Berufliche Oberschule Schwandorf auf 26 Klassen mit rund 600 Schülern aufstocken.

Mit dem Ausbildungszweig "Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnik" decke der Standort Schwandorf den Einzugsbereich von Tirschenreuth bis Cham und von Regensburg bis Hof ab, betonte Schulleiter Ralf Bormann. Damit werde "ein weißer Fleck" in der Oberpfälzer Bildungslandschaft verschwinden.

Topaktuelle Inhalte

Der neue Zweig richtet sich an alle Realschulabgänger und Jugendliche mit abgeschlossener Berufsausbildung, die ihre Schwerpunkte auf die sogenannten MINT-Fächer "Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik" legen. Der Lehrplan biete genügend Freiräume, um im Unterricht aktuelle Themen der Genetik, der Stoffwechselvorgänge, der Ernährung, der Ökologie und der Biotechnologie aufgreifen zu können, so Dr. Michael Völkl.
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