Stadtbaumeister Josef Huber in den Ruhestand verabschiedet
Fast eine halbe Milliarde

Oberbürgermeister Andreas Feller (rechts) verabschiedete Stadtbaumeister Josef Huber mit den besten Wünschen in den Ruhestand. Bild: Götz
Lokales
Schwandorf
02.10.2014
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Rund 470 Millionen Euro in 41 Jahren: Stadtbaumeister Josef Huber hat zusammengerechnet, wie viel Geld während seiner Dienstzeit in der Stadt verbaut wurde. Am Donnerstag wurde Huber in den Ruhestand verabschiedet. Eine Straße hätte er aber gerne noch mit verwirklicht.

"Wenn wir dich nicht hätten, hätten wir mehr Geld", sei er mal von einem Bürger im Spaß angesprochen worden, erzählt Josef Huber. Der Stadtbaumeister gab ihm Recht - "Aber dann könntest du dein Abwasser in die Luft rauf schießen." Jahrzehntelang war Hubers Name mit dem Tiefbau in der Stadt verbunden. Kein Straßenbau, kein Kanal, wo er nicht mit geplant hätte. Zum 1. Oktober wechselte Huber in den Ruhestand, am Donnerstag wurde er im Rathaus von Oberbürgermeister Andreas Feller mit den besten Wünschen, einem herzlichen Dank und einem Geschenk auch offiziell verabschiedet.

1973 kam der Diplom-Bauingenieur nach dem Studium an der Fachhochschule Regensburg zum städtischen Bauamt, schlug die Beamtenlaufbahn ein. Schon 1975 übernahm er das Sachgebiet, das ihm seinen (anerkennenden) Spitznamen einbrachte: "Tiefbau-Huber". Von der Flurbereinigung in den 70er-Jahren, den Erschließungsmaßnahmen nach den Eingemeindungen über die Kernstadtsanierung mit Bau der Naabuferstraße bis hin zum 50-Millionen-Euro-Projekt Großkläranlage: Die Zahl der Baustellen ist Legion. Verbunden mit dem Los des Tiefbauplaners: So wichtig die Maßnahmen für das Funktionieren einer Stadt auch sind, vieles verschwindet im Boden.

Seit 1. Dezember 1999 war Josef Huber Leiter des Stadtbauamts. Der Baurat trug damit den inoffiziellen Titel Stadtbaumeister. Mit seinem Team zeichnete Huber nun auch verantwortlich für Hochbaumaßnahmen wie den Rathausbau und die Pfleghofsanierung, um nur zwei markante Punkte zu nennen. "Ich bin stolz auf das, was die Mannschaft erreicht hat, alleine geht das natürlich nicht", sagte Huber.

Eine Straße hätte Huber noch gerne gebaut: Die Entlastung über die Naab beim Schlachthof. "Wäre finanzierbar", meinte Huber, und für die Entlastung der Innenstadt wichtig. Bauleiter bleibt er aber, auch im Ruhestand: Seine drei Kinder wollen Eigenheime bauen. Die entsprechenden Anfragen seien bereits eingegangen, sagte Huber.

Roland Stehr neuer Stadtbaumeister

Nachfolger von Josef Huber als Leiter des Stadtbauamtes und damit in der Position des Stadtbaumeisters ist Roland Stehr. Der 54-jährige Diplom-Bauingenieur(FH)ist seit 1. Oktober 2005 im städtischen Bauamt tätig.

Stehr hat an der Schwandorfer Fachoberschule seinen Abschluss gemacht und in Regensburg an der Fachhochschule Bauingenieurwesen studiert. Bevor er ins Rathaus wechselte, war Roland Stehr bei der Firma Steiniger (Neunburg vorm Wald) und als Bauleiter Tiefbau bei der Firma Donhauser in Schwandorf beschäftigt. Der neue Stadtbaumeister wohnt mit seiner Frau und den beiden Kindern in Fronberg.

Das Auswahlverfahren für Hubers Nachfolge sei eng gewesen, sagte Oberbürgermeister Andreas Feller, "die Leistungsdichte im Haus ist hoch". Stehrs Stellvertreterin ist Diplomingenieurin Barbara Hellerbrand. OB Feller wünschte Ronald Stehr eine glückliche Hand.
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