Stadtrat beschließt mehrheitlich Konzept für Oberpfalzhalle und neuen Saal
Sonderpreise für Vereine

Der Veranstaltungsraum und das neue Bistro in der Oberpfalzhalle sind weitgehend fertig. Ein Pächter ist gefunden. Die Regularien der Bewirtung der Halle und des Saals sind kompliziert. Bild: Götz
Lokales
Schwandorf
13.10.2015
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Aus der Traum. Vereine werden die Oberpfalzhalle nicht komplett in Eigenregie bewirten können. Der Stadtrat beschloss am Montag in nichtöffentlicher Sitzung mehrheitlich ein Konzept, das den Vereinen zwar den Verkauf von Brotzeit, Kaffee und Kuchen zubilligt, Kaltgetränke müssen aber vom Wirt abgenommen werden. Zu Sonderpreisen. Über die Regularien hatte es zuletzt im Stadtrat und den Ausschüssen Debatten gegeben.

Vor allem SPD und FW hatten dafür plädiert, die Halle und den neuen Veranstaltungssaal weitgehend frei bespielen zu lassen - es also dem jeweiligen Veranstalter frei zu stellen, ob er Getränke vom neuen Wirt oder irgendwo anders her bezieht. Offenbar war unter diesen Gegebenheiten aber kein Gastronom Wirt für das neue Bistro zu finden. Laut städtischem Pressesprecher Lothar Mulzer ist nun ein Pächter gefunden, mit dem noch verhandelt wird. Deshalb bleibe der Name unter Verschluss. Dieter Jäger hatte für die Freien Wähler am Montag im Stadtrat beantragt, zumindest die Regularien für die Bewirtung öffentlich zu behandeln. Die SPD schloss sich dem Antrag an, der aber keine Mehrheit fand.

Im Veranstaltungssaal wird künftig zwischen öffentlichen und privaten Veranstaltungen unterschieden. Für öffentliche Veranstaltungen ist der Saal über die Stadt zu buchen. Die Getränke sind vom Wirt zu beziehen, für das Essen kann sich der Veranstalter eines Caterers bedienen oder mit dem Wirt zusammenarbeiten. Fünf Veranstaltungen pro Jahr kann die Stadt von der Getränke-Abnahme freistellen. Bei privaten und geschlossenen Veranstaltungen wie Geburtstags- oder Hochzeitsfeiern liegt die Bewirtung beim Pächter.

Für Schwandorfer Vereine gelten Sonderkonditionen. Sie müssen die Kaltgetränke zwar beim Wirt abnehmen, erhalten aber Sonderpreise. Die Gewinnspanne soll geteilt werden, sieht das Konzept vor, das der Redaktion vorliegt. Beispiel: Verkaufspreis für eine Halbe Bier 2 Euro, Einkaufspreis beim Wirt ein Euro, ergibt jeweils 50 Cent "Erlös" für Wirt und Verein. Kaffee, Kuchen und belegte Brötchen können beispielsweise an Spieltagen im Foyer verkauft werden.

Das Bistro könnte, wenn alles glatt läuft, im Dezember eröffnen. Schon im November soll die nächste Bürgerversammlung im neuen Saal stattfinden, kündigte Mulzer an.
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