"Stadtzwerge" fühlen sich wohl

Krippenleiterin Andrea Müller (links) hieß die jungen Familien in der neuen Einrichtung willkommen und modellierte für die Kinder Luftballonfiguren. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
06.09.2015
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Helle Räume, warme Farben, funktionelle Ausstattung: "Hier können sich Kinder und Erzieherinnen wohlfühlen", fand Ingrid Hirsch, Vorsitzende der Eltern-Kind-Initiative (EKI), bei der Einweihung der neuen Krippe "Stadtzwerge" in der Kirchengasse. 33 Kinder werden hier betreut, wenige Plätze sind noch frei.

Seit 1. März ist die Kinderkrippe im "Pfleghof-Quartier" in Betrieb. "Im Schatten der Jakobskirche und neben Kindergarten und Schule hat sie einen schönen Platz gefunden", sagte Dekan und Stadtpfarrer Hans Amann bei der Segnung der Räume. Der evangelische Pfarrer Alfredo Malikoski erinnerte an das Jesus-Wort: "Lasset die Kindlein zu mir kommen". Camilla Schneider begleitete die Feier an der Harfe.

Vor 20 Jahren erste Krippe

33 Kinder unter drei Jahren befinden sich dort aktuell in der Obhut von sechs Erzieherinnen. Die Einrichtung ist ausgebucht. "Nur an einigen Nachmittagen sind noch Plätze frei", erklärt Leiterin Andrea Müller. Vor mehr als 20 Jahren hat die Eltern-Kind-Initiative in einer Wohnung in der Augustinstraße die erste Krippe errichtet. Ulrike Roidl und Anneliese Brock gehörten damals zu den Gründungsmitgliedern. Ihnen überreichte EKI-Vorsitzende Ingrid Hirsch Blumen als Zeichen der Anerkennung für die Unterstützung in all dieser Zeit. "Schwandorf war die erste Krippe im Landkreis", bestätigte die Leiterin des Jugendamtes, Regina Hildwein. Sie bedankte sich für "die langjährige gute Zusammenarbeit". Seitdem hat sich in der Betreuung der unter Dreijährigen viel getan. Die staatliche Förderung ermöglichte den Kommunen den Bau neuer Einrichtungen. Davon hat auch die Stadt profitiert. Von den 1,7 Millionen Baukosten erhielt sie 600 000 Euro an Förderung. Die Stadt ließ das Ott-Haus abreißen und neu aufbauen und das Mesner-Haus sanieren.

"Hier können sich Kinder und Erzieherinnen wohlfühlen", fand Ingrid Hirsch, Vorsitzende der Eltern-Kind-Initiative (EKI), bei der Einweihung der neuen Krippe "Stadtzwerge" in der Kirchengasse. 33 Kinder werden hier betreut, wenige Plätze sind noch frei. Bilder von Rudi Hirsch

"Richtige Weichenstellung"

Es entstanden 24 Ganztagesplätze in den beiden Gruppen "Frösche und Käfer". Die Mindestbelegung beträgt 15 Stunden pro Woche. Das kostet 95 Euro. Der Betrag kann bis auf 275 Euro steigen, wenn das Kind täglich von 7 bis 17.30 Uhr in der Krippe bleibt.

Oberbürgermeister Andreas Feller dankte den Stadträten für die "richtige Weichenstellung". Die Stadt könne jetzt in drei Einrichtungen 60 Ganztagesplätze vorhalten. Die Mitarbeiterin des Architekturbüros Beer in Weiden, Gina Lankes, lobte die gute Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Träger, der EKI, während der "nicht immer einfachen Bauphase". In die Trägerschaft ist auch die Arbeiterwohlfahrt eingebunden. Für AWO-Kreisvorsitzende Ulrike Roidl hat sich "der lange Atem aller Beteiligten" gelohnt. Die neue Krippe leiste einen wichtigen Beitrag zur Betreuung und Förderung der Kinder und unterstütze die Eltern in der Familienplanung.

Der Bezirksgeschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt, Alois Fraunholz, wies auf die Veränderungen der Familienstrukturen hin. Darauf müsse die Gesellschaft mit einem Betreuungsangebot reagieren. Die Arbeiterwohlfahrt verband die Einweihungsfeier mit einem Familienfest mit Bewirtung und Kinderprogramm. Die AWO-Gymnastikgruppe trat vor der Kulisse die "Pfleghof-Quartiers" auf. Die Bevölkerung hatte am Samstagnachmittag Gelegenheit zur Besichtigung der Räume.

Verkehr kein Problem

Im Stadtrat hatte es lange Diskussionen, vor allem wegen der Anfahrtsmöglichkeit zur Krippe gegeben. Die Bedenken, es würde zu den Bring- und Abholzeiten ein Verkehrschaos entstehen, haben sich bislang nicht bestätigt.
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