Stark genug zur Hilfe

CSU-Seniorenvorsitzender Georg Hottner (links) begrüßte Landrat Thomas Ebeling zum Gedankenaustausch. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
02.03.2015
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Unterschwellig aufkeimende Kritik an der Asylpolitik der Bundesregierung erstickt Landrat Thomas Ebeling gleich im Keim. "Wir wollen den Ball flach halten", antwortet er auf die Befürchtung aus dem Kreis der CSU-Senioren. Angst sei fehl am Platze.

Deutschland könne mit dem Problem überfordert sein, lautet ein Hinweise aus dem Kreis der Teilnehmer. Die Flüchtlingsströme kämen "in unser Land in einer Zeit der wirtschaftlichen Stärke", so der Landrat bei einer Versammlung in der Ziegelhütte. Deutschland sei reich und stark genug und könne helfen. Der Asylmissbrauch dagegen müsse verhindert werden.

Lob für Ehrenamtliche

Der Landrat bereitet die Bevölkerung auf weitere Zuströme vor. Momentan werde die Gemeinschaftsunterkunft mit 150 Plätzen in Neunburg vorm Wald vorbereitet. "Ich habe keine Angst, dass wir die Zuwanderung nicht verkraften können", macht Thomas Ebeling deutlich. Der Freistaat übernehme die Kosten für die Unterbringung, der Landkreis sei für die Verwaltung verantwortlich. Dazu kämen viele Ehrenamtliche, deren Arbeit er "nicht hoch genug" schätzen könne.

Das einzige, was ihm derzeit Sorgen bereite, sei die hohe Verschuldung des Landkreises mit aktuell 34 Millionen Euro. Er werde sein Wahlversprechen einlösen und sich um den Abbau kümmern, versprach Thomas Ebeling. Heuer werde dafür ein Betrag von 2,3 Millionen Euro in den Haushalt eingestellt. Den Gemeinden verspricht er "eine leichte Senkung der Kreisumlage".

"Historische Siege"

Der Landkreis solle eine zertifizierte Bildungsregion werden und sei an einem Regierungsprogramm beteiligt, das in diesen Tagen starte. Beim Energiedialog möchte der Landrat den Bürger "mitnehmen". Dort, wo das geschehe, stünden die Bürger auch positiv zur Windkraft. Siehe das Beispiel Penting. Wo nicht, gebe es Proteste. Siehe Pamsendorf. Ein bisschen Parteipolitik musste auch sein bei den CSU-Senioren. "Wir haben im März 2014 historische Siege errungen", blickte Thomas Ebeling zurück. Die CSU stelle den Landrat, den Schwandorfer Oberbürgermeister und die drei Bürgermeister im Städtedreieck. Noch vor zehn Jahren sei das völlig undenkbar gewesen. Für Thomas Ebeling habe die CSU die Früchte eines seriösen Wahlkampfes geerntet. "Wer haben Gutes nicht schlecht geredet", machte der Landrat deutlich. Der Landkreis stehe mit einer Arbeitslosigkeit von drei Prozent, einer guten Infrastruktur und einer hohen Wirtschaftskraft gut da. Jetzt müsse es nur darum gehen, die Schuldenlast zu verringern.
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