Startschuss wie vor 150 Jahren

Vorstand, Festleitung und Ehrengäste läuteten am Dienstag in der Schmidt-Bräu-Gaststätte das Jubiläumsfest der Freiwilligen Feuerwehr Schwandorf ein. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
28.01.2015
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Man schrieb den 27. Januar 1865, als sich 40 Männer des "Feuerwehrkorps" in der Gaststätte "Zur goldenen Gans" eingefunden hatten, um die "Freiwillige Feuerwehr Schwandorf" zu gründen. Auf den Tag genau 150 Jahre später trafen sich die Nachfolger an gleicher Stelle und läuteten das Jubiläum ein.

Aus dem Wirtshaus "Zur goldenen Gans" ist längst die Schmidt-Bräu-Gaststätte geworden. Sie war voll besetzt, als am Dienstagabend Vorsitzender Andreas Hohler ans Mikrofon trat und die Auftaktveranstaltung zum 150-jährigen Jubiläum eröffnete.

Start im August

Das eigentliche Fest steigt am letzten August-Wochenende mit einem Festzug, einem "Blaulichttag" und viel Musik im Festzelt am Krondorfer Anger. Festleiter Georg Tropper blickte zurück in jene Zeit, als Schwandorf "noch ein Dorf mit 2400 Einwohnern war und Pferdekutschen den Marktplatz prägten". Mit dem Ausbau zum Eisenbahnknoten sei aber die Bedeutung des Ortes schnell gewachsen. Zur damaligen Zeit gab es den Stammtisch "Gemütlichkeit", aus dem heraus sich der Feuerwehrverein entwickelte.

"Mädchen für Alles"

"Die folgenden 150 Jahre waren geprägt von Höhen und Tiefen", sagte Georg Tropper in seinem Vortrag. Aber immer wieder hätten sich engagierte Männer in den Dienst am Nächsten gestellt und "so die Feuerwehr zu einer nicht mehr wegzudenkenden Einrichtung in unserer Stadt werden lassen". Die Aufgaben der Wehr seien umfangreicher geworden und reichten von der Brandbekämpfung bis zum "Mädchen für alles", so der Festleiter. Ist der Begriff "Feuerwehr" da noch zeitgemäß? Georg Tropper meint schon und verweist auf die lange Tradition. Bei allen technischen Neuerungen sei es letztlich immer noch der aktive Kamerad, der dem in Not geratenen Mitmenschen zur Seite stehe. Georg Tropper ist stolz auf den Gemeinschaftsgeist der aktuellen Mannschaft und stellte fest: "Um die Zukunft der Schwandorfer Feuerwehr braucht uns nicht bange zu sein". Aus dem Mund des Schirmherrn, OB Andreas Feller, des Ehrenschirmherrn, Landrat Thomas Ebeling, des Dekans Hans Amann und des Kreisbrandrats Robert Heinfling klangen vor allem Worte des Dankes. Auf einen humorvoll-sinnigen Nenner brachte Stadtbrandinspektor Helmut Mösbauer seine Gedanken: "Gottseidank gibt es immer noch so bekloppte Menschen, die in ein brennendes Haus hineinlaufen, um andere herauszuholen". Und: "110, das sind die Männer, die man ruft, und 112, das sind die, die kommen".
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